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TRY Salz – 5 Natursalze im Test

Das Salz der Erde

Ob schwefliges Steinsalz, kräftiges Buchenholz-Rauchsalz oder pfirsichfarbenes Fluss-Salz: Natursalze sind eine echte Bereicherung für die moderne Küche und überraschen durch ihre vielseitigen Aromen und Mundgefühle. Wir haben 5 faszinierende Salze von Try Foods aus aller Welt getestet.

Einst wurde Salz mit Gold aufgewogen. Kriege wurden um Salz geführt. Heute ist es das billigste Gewürz im Regal. Früher wurde Salz zur Desinfektion von Wunden verwendet und Salz war eine der wenigen Möglichkeiten, Lebensmittel zu konservieren. Heute hat Salz oft einen schlechten Ruf. Dabei können wir ohne Salz nicht überleben. Doch Salz ist nicht gleich Salz. Industrielles Salz aus dem Supermarkt, auch Kochsalz genannt, ist stark gereinigt und raffiniert. Es enthält praktisch keine der lebenswichtigen natürlichen Mineralstoffe und Spurenelemente mehr, sondern chemische Stoffe wie Rieselhilfen. Naturbelassene Salze sind damit wesentlich gesünder. Doch nicht nur das: sie schmecken auch wesentlich interessanter und erzeugen die unterschiedlichsten Mundgefühle. Wir haben die verschiedenen Natur-Salze von TRY Foods verkostet und waren überrascht, wie vielseitig Salz schmecken kann.

Im Probierpaket stecken fünf verschiedene Salze, ein ausführliches Booklet mit vielen Informationen rund um die Salze, ihre Herkunft, Gewinnung und Beschaffenheit und eine kompakte Anleitung zur Salzverkostung selbst. Alle fünf Salze sind Natursalze, das bedeutet, der natürliche Zustand des Produkts soll möglichst wenig verändert werden. Natürliche Mineralien werden nicht, wie bei raffinierten Salzen, entfernt und keine Zusätze, wie zum Beispiel Rieselhilfen, zugesetzt. Zwei der Natursalze wurden nach der Gewinnung auf traditionelle Weise veredelt – das Rauchsalz aus Dänemark und das Kala Namak aus Nordindien.

Try Foods - Try Salz - Fleur de Sel - Entdeckermagazin - Miomente
Try Foods - Try Salz - Kala Namak - Entdeckermagazin - Miomente

Kurze Anleitung: Wie verkostet man Salz?

Salz ist gleich Salz? Wer das denkt, sollte schnell mal diese fünf Salze verkosten. Jedes schmeckt anders. Garantiert! Wie ihr die Salzprobe durchführt, hat Try Foods in einer kompakten Kurz-Anleitung zusammengefasst:

  • Füllt alle fünf Salze in kleine Schälchen.
  • Denkt daran, genügend Wasser auf den Tisch zu stellen, denn Salz macht Durst!
  • Ein paar Krümel reichen zum Probieren völlig aus.
  • Salz braucht einen Träger. Salatgurke ist ideal. Es werden aber auch Kartoffeln in Scheiben oder Brot und Butter dazu empfohlen.

Das Verkosten

  1. Ganz wichtig: Zeit lassen! Konzentriere dich auf Aussehen, Geruch und den Geschmack.
  2. Schaue dir die Salze an. Das Auge isst mit. Erwartest du einen bestimmten Geschmack?
  3. Achte auf die Konsistenz. Wie fühlt sich das Salz auf der Zunge und am Gaumen an.
  4. Der Geschmack: ist es stark, mild, intensiv. Erkennst du noch andere Aromen?
  5. Beschreiben ist das Schwierigste: Trau dich und lasse deinen Eindrücken und Assoziationen freien Lauf. Sprecht in der Runde über eure Eindrücke und denkt daran: hier gibt es kein falsch oder richtig!
Try Foods - Try Salz - 5 Salze im Test - Entdeckermagazin - Miomente
Try Foods - Try Salz - Rosensalz - Entdeckermagazin - Miomente

Salz-Verkostung von Try Foods Natursalzen

1. Salz: Murray River Salz. Das feine Natursalz stammt aus einer Sole unterhalb des Flusses Murray River.

Seidiges Murray River Salz aus Australien

Dieses Salz stammt aus Australien, genauer: dem Murray River. Es ist eines der wenigen Fluss-Salze. Die Salzflocken werden von Hand geerntet und langsam an der Sonne getrocknet. Die außergewöhnliche Farbe des Murray River Salz ist auf rote Flussalgen zurückzuführen: Das Murray River Salz ist zartrosa, leicht pfirsichfarben. Die Konsistenz ist fast seidig. Das Salz schmilzt förmlich im Mund. Die Salzflocken sind sehr fein. Geschmacklich ist das Salz äußerst mild und unaufdringlich. Damit eignet es sich z.B. ideal als Tischsalz und für weißen Fisch.

2. Salz: Rosensalz. Das zweite Natursalz, das wir testen, stammt aus Bolivien. Mineralhaltiges Gestein verleiht dem Salz eine rosa Färbung.

Edles Rosensalz aus der Salzwüste

Der Salar de Uyuni in Bolivien ist die größte Salzpfanne der Welt und liegt etwa 3000 Meter hoch in den Anden. Das Rosensalz aus dieser Salzwüste besticht durch seine ansprechende rosa Färbung. Die verdankt es seinem hohen Eisengehalt. In Deutschland ist dieses Salz bislang kaum zu finden. Man schmeckt ein fast süßliches Aroma. Ansonsten ist das Salz sehr zurückhaltend im Geschmack. Im Try Food Booklet wird es als gutes Allzwecksalz in der Küche beschrieben. Passt zu Fisch, Fleisch, Geflügel und Gemüse.

3. Salz: Fleur De Sel. Das Natursalz aus Indien wird aufwendig getrocknet, so dass kleine Pyramiden-Kristalle entstehen.

Pyramidales Fleur de Sel aus Gujarat

Das Fleur de Sel aus Gujarat in Indien sieht schon sehr besonders aus. Die Salzkristalle sind relativ groß und pyramidenförmig. Seine besondere Form bekommt das Pyramidensalz durch das Herstellungsverfahren: Das Meerwasser des indischen Ozeans wird dabei erst erwärmt. Dadurch schäumt es auf. Dabei kristallisiert das Salz pyramidenförmig. Anschließend wird es abgeschöpft und getrocknet. Diese Blume des Salzes gilt als eines der seltensten und teuersten Fleur de Sels der Welt. Man verwendet es nicht beim Kochen, sondern am besten zum Würzen der fertigen Speisen am Tisch. Wie erwartet ist das Salz wunderbar knusprig im Mund. Es schmeckt erst leicht süßlich, dann entwickelt es eine spannende salzige Bitternote. Man wünscht sich gleich ein saftiges, pures Steak, das man mit diesen schmackhaften Pyramiden veredeln kann.

4. Salz: Kala Namak ist ein veredeltes Natursalz aus Nordindien. Das Steinsalz wird erhitzt und mit einer Hülsenfrucht verkocht.

Schwefliges Steinsalz Kala Namak aus Assam

Das Kala Namak aus Indien ist wohl das kontroverseste und interessanteste Salz im Test. Hier scheiden sich die Geister. Das schwarz glitzernde Steinsalz riecht streng schwefelig und schmeckt nach gekochten Eiern. Es hat einen extrem hohen Eisengehalt. Seinen unverwechselbaren Geschmack erhält das Salz durch die besondere Verfeinerung: Das Vulkansalz wird mit Harad Samen, den Früchten des Haritaki-Baumes verkocht. Dieser Baum spielt ein wichtige Rolle in der ayurvedischen Medizin. Vegane Köche benutzen das rost-rot-braune Salz gerne, um Eiergerichte zu simulieren. Natürlich kann man auch Rührei damit würzen. Ideal ist es für viele Gerichte der indischen Küche: Die Inder würzen mit dieser traditionellen Spezialität Joghurt-Dips, Linsengerichte und Suppen.

5. Salz: Premium Rauchsalz. Veredeltes Naturrauchsalz aus Dänemark. Das Meersalz wird 160 Stunden kalt über Buche geräuchert.

Kräftiges Buchenholz-Rauchsalz aus Aarhus

Auch dieses karamellfarbene Meersalz ist speziell und sehr geschmacksintensiv. Es stammt aus Dänemark und wird 160 Stunden lang über Buchenholz kaltgeräuchert. Es schmeckt tatsächlich nach BBQ-Sauce. Wer diesen rauchigen, wilden, Naturburschengeschmack liebt, wird mit dem Rauchsalz glücklich. Es ist perfekt geeignet zu Steaks, Bratkartoffeln, würzigen Pastasaucen und Chilli. Es ist übrigens auch ein Salz, das Vegetariern, die Fleisch vermissen, helfen kann, einen Schinkengeschmack ins Essen zu bekommen.

Try Foods Probiersets

Über Try Foods

Das 2013 gegründete Berliner Startup Try Foods hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Prinzip Weinprobe auf andere Genussmittel auszudehnen und stellt exklusive Sets an spannenden Ölen, Salzen, Honig, Kaffees, Pfeffersorten, Schokoladen uvm. zusammen. In den Sets befinden sich jeweils kleine Kostproben ausgesuchter Naturprodukte aus aller Welt, die es wert sind, verkostet zu werden. Die Genussexperten von Try Foods sind dabei ständig auf der Suche nach neuen Geschmackserlebnissen aus aller Welt und probieren sich munter durch Lebensmittel in den hintersten Zipfeln der Welt. Der Gedanke: durch das parallele Verkosten verschiedener Salz-, Honig,- Gin-, Essig-, Öl- und Pfeffersorten kann man mit viel Spaß und sehr sinnlich herausfinden, was einem selbst am besten schmeckt. Try Foods möchte damit die Neugier auf unbekannte Lebensmittel wecken und den Horizont der Menschen erweitern. Dabei ist ihnen wichtig, den Produzenten faire Preise zu zahlen. Außerdem arbeitet das Startup eng mit den Berliner Werkstätten für Behinderte zusammen, welche die Sets zusammenstellen. Das finden wir spitze.

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