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Waldmeister – Potentes Wildkraut

Im April und Mai kann man die Wälder nicht nur nach Bärlauch und Holunder durchstreifen, auch der Waldmeister bedeckt mit seinen duftenden, gefiederten Blättern und zartweißen Blüten den Waldboden. Das leuchtend grüne Maikraut verleiht nicht nur Maibowle, Berliner Weiße und Wackelpudding einen unvergleichlichen, würzigen Geschmack. Denn Waldmeister enthält – wie auch Zimt und Tonkabohnen – den wohlriechenden Stoff Cumarin, der in der pflanzlichen Heilkunde schon im Mittelalter gegen Kopfschmerzen, Niedergeschlagenheit und Krämpfe verwendet wurde. Aber nach der Blüte steigt der Cumarin-Gehalt im Waldmeister. Und dann entwickelt Waldmeister seine unheilvollen Kräfte und sein Genuss führt leicht zu Schwindel und anderen Vergiftungserscheinungen.

Waldmeister selber ernten

Waldmeister selber ernten

Wo wächst Waldmeister

Waldmeister ist eine immergrüne Pflanze und blüht zwischen April und Juni – meist aber im Mai. Dann findet ihr ihn in ganz Deutschland auf dem schattigen Waldboden von Laub- oder Mischwäldern, wo er oft in großen Teppichen sprießt.

Wie sieht Waldmeister aus?

Die einzelnen Pflanzen sind meist nur wenige Zentimeter groß, können aber bis zu einem halben Meter hoch wuchern. Ihr erkennt sie an den 6-8 gefiederten Blättern, die in Blattquirlen an einem langen Stiel stehen. Die Blüten sind klein und weiß.

Woher kommt der typische Waldmeister-Geruch?

Verantwortlich für den eigentümlichen, süßlich-würzigen Geruch nach Heu des Waldmeister ist der Stoff Cumarin. Mit der Blüte steigt der Cumaringehalt im Waldmeister. Dieser Duft entfaltet sich allerdings erst, wenn der Waldmeister getrocknet wird, frisch ist Waldmeister weitgehend geruchlos.

Wann erntet man Waldmeister?

Geerntet wird Waldmeister am besten vor oder während der ersten Blütezeit im Mai, da Cumarin in höherer Dosis für  Kopfschmerzen, Benommenheit oder sogar Leberschäden sorgen kann. Daher sollte man ihn sparsam dosieren. Man rechnet etwa 3 Gramm Waldmeister für einen Liter Flüssigkeit – wenn man damit z.B. die beliebte Maibowle zubereiten möchte.

Wie verarbeitet man Waldmeister?

Damit der Waldmeister sein typisches Aroma entfalten kann, muss man ihn nach der Ernte leicht anwelken oder trocken lassen. Denn nur im getrockneten und welken Zustand setzt die Pflanze das Cumarin frei. Auch Einfrieren ist eine Option, damit das Cumarin sein Aroma entfalten kann. Wichtig: Die Stiele sollte man nicht verwenden, da sie sehr bitter sind. Auch bei der Dosierung ist Vorsicht geboten: 3 Gramm pro Liter genügen. Waldmeister kann man frisch für Bowle oder Limonade, getrocknet für Tee bei Menstruationsbeschwerden oder auch Duftkissen gegen Motten verwenden.

Rezept für Waldmeisterbowle

Waldmeisterbowle

Zutaten:

  • 1 Liter trockner Weißwein – z.B. Riesling oder Sauvigon Blanc
  • 1 Liter (halbtrockener) Sekt
  • 6 Gramm Waldmeister

Zubereitung:

  1. Waldmeister am besten am Vortag ernten, waschen und ein paar Minuten ins Gefrierfach legen.
  2. An den Stielen zu einem Strauß zusammenbinden und für ein paar Stunden oder über Nacht trocknen lassen.
  3. Den Wein in einem Bowleschüssel füllen und den Waldmeister kopfüber hineinhängen.
  4. Die Stiele dürfen dabei nicht in den Wein ragen, da sie die Bowle sonst bitter machen.
  5. Nach etwa 1-2 Stunden ist die Bowle aromatisiert.
  6. Jetzt einfach den Sekt hinzugeben.
  7. Fertig ist die Maibowle!

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