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Göttinger Küche: 3 Rezepte aus der Universitätsstadt

Die Göttinger Küche liegt im Schnittpunkt dreier kulinarischer Regionen: Niedersachsen, Hessen und Thüringen. Rund um die berühmte Universitätsstadt Göttingen hat sich eine bodenständige Küche erhalten, die von Wurstspezialitäten, kräftigen Käsesorten und deftiger Bauernbackkunst lebt.

Probieren Sie drei authentische Rezepte aus Göttingen und Umgebung – oder erleben Sie die regionale Genusskultur bei einem Kochkurs oder Genuss-Event in Göttingen.

1. Göttinger Stracke mit Senf – Die Wurst aus dem Leinetal

Die Göttinger Stracke ist eine luftgetrocknete Mettwurst, die in Südniedersachsen seit Jahrhunderten hergestellt wird. Hart, würzig und mit einem intensiven Reifegeschmack gehört sie zu den großen Wurstspezialitäten Norddeutschlands. In den Gasthäusern rund um den Gänseliesel-Brunnen wird sie auf einem Holzbrett mit Senf, Brot und Gewürzgurken serviert – eine ehrliche Brotzeit, die nach Heimat schmeckt.

Zutaten (4 Personen)

  • 300 g Göttinger Stracke (luftgetrocknete Mettwurst), in dünne Scheiben geschnitten
  • 1 Glas Senfkörner-Senf (grob, niedersachsisch)
  • 4 Gewürzgurken, längs geviertelt
  • 1 Bündel Radieschen
  • 200 g Schmalzbrot (Schwarzbrot mit Griebenschmalz)
  • 1 kleine Zwiebel, in dünnen Ringen
  • Frischer Schnittlauch

Zubereitung

  1. Schmalzbrot: Schwarzbrotscheiben mit einer großzügigen Schicht Griebenschmalz bestreichen. Mit Salz bestreuen und mit Schnittlauch garnieren.
  2. Stracke anrichten: Die dünn aufgeschnittene Stracke fächerförmig auf einem großen Holzbrett auslegen.
  3. Beilagen: Gewürzgurken, Radieschen und Zwiebelringe dekorativ dazulegen. Den Senf in einem kleinen Steinguttopf dazustellen.
  4. Servieren: Jeder bedient sich vom Brett – Stracke auf Schmalzbrot legen, Senf dazu, Gurke nebenher. So einfach, so gut.

Tipp: Die Göttinger Stracke gibt es beim Metzger in verschiedenen Reifegraden. Je älter, desto würziger und fester. Für den Anfang empfiehlt sich eine mittelreife Variante.

2. Harzer Käse „Handkäs’ mit Musik“

Der Harzer Käse stammt ursprünglich aus dem Harz südlich von Göttingen und ist einer der ältesten Sauermilchkäse Deutschlands. „Handkäs’ mit Musik“ – wobei die „Musik“ die rohen Zwiebeln und der Essig sind (und die Verdauungswirkung, die darauf folgt) – ist ein deftiges Abendbrot, das von Göttingen bis Frankfurt geliebt wird.

Zutaten (4 Personen)

  • 4 Stück Harzer Käse (Roller oder Handkloben)
  • 3 mittelgroße Zwiebeln, in feine Ringe geschnitten
  • 4 EL Weißweinessig
  • 3 EL Sonnenblumenöl
  • 1 TL Kümmel
  • Salz, Pfeffer
  • Frischer Schnittlauch
  • Bauernbrot zum Servieren

Zubereitung

  1. Käse einschneiden: Jeden Harzer Käse horizontal halbieren oder in dicke Scheiben schneiden, damit die Marinade besser einziehen kann.
  2. Marinade: Essig, Öl, Kümmel, Salz und Pfeffer verrühren. Die Zwiebelringe untermengen.
  3. Marinieren: Den Käse in eine flache Schale legen und mit der Zwiebel-Essig-Marinade übergießen. Mindestens 4 Stunden – besser über Nacht – im Kühlschrank ziehen lassen.
  4. Servieren: Den Käse mit den marinierten Zwiebeln auf Tellern anrichten. Mit Schnittlauch bestreuen. Frisches Bauernbrot dazu reichen.

Tipp: Je reifer der Harzer Käse, desto intensiver der Geschmack. Einsteiger wählen einen milden, Kenner einen durchgereiften, der fast fließt.

3. Eichsfelder Schmandkuchen – Deftiger Kuchen vom Lande

Das Eichsfeld südlich von Göttingen, an der Grenze zu Thüringen, hat eine der traditionsreichsten Backkulturen Mitteldeutschlands. Der Eichsfelder Schmandkuchen ist ein herzhaft-säuerlicher Blechkuchen mit Schmand (saurer Sahne), Speck und Kümmel – ein typisches Gericht für Feste und Familienfeiern in der Region.

Zutaten (1 Blech)

Hefeteig:

  • 300 g Mehl
  • 20 g frische Hefe
  • 150 ml lauwarme Milch
  • 30 g Butter, zerlassen
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz

Belag:

  • 500 g Schmand (saure Sahne)
  • 3 Eier
  • 200 g durchwachsener Speck, in feinen Würfeln
  • 2 Zwiebeln, in dünnen Ringen
  • 2 TL Kümmel
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Hefeteig: Hefe in lauwarmer Milch mit Zucker auflösen. Mehl, Butter und Salz dazugeben und zu einem glatten Teig verkneten. 45 Minuten gehen lassen.
  2. Teig ausrollen: Den Teig auf einem gefetteten Backblech dünn ausrollen und einen kleinen Rand hochdrücken.
  3. Speck anbraten: Speckwürfel und Zwiebeln zusammen in einer Pfanne goldbraun anbraten.
  4. Schmandguss: Schmand, Eier, Kümmel, Salz und Pfeffer verrühren. Die Speck-Zwiebel-Mischung unterheben.
  5. Backen: Den Schmandguss gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Bei 200 °C Ober-/Unterhitze 25–30 Minuten goldbraun backen.

Dazu passt: Ein frischer grüner Salat und ein kühles Bier. Im Eichsfeld wird der Schmandkuchen oft direkt vom Blech gegessen – warm und rustikal. Mehr kulinarische Erlebnisse finden Sie bei einem Kochkurs bei Miomente.

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