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Rheinhessische Küche Worms: 3 Rezepte aus der Nibelungenstadt

Worms, eine der ältesten Städte Deutschlands, ist nicht nur Nibelungenstadt und Lutherstadt, sondern auch das Herz Rheinhessens – des größten Weinanbaugebiets Deutschlands. Zwischen Domkulisse und Weinbergen hat sich eine Küche entwickelt, die Wein und Genuss untrennbar verbindet. Entdecken Sie bei einem Kochkurs in Worms die Aromen Rheinhessens.

Rheinhessischer Spundekäs

Spundekäs ist die rheinhessische Antwort auf den Obatzda – eine cremige Frischkäse-Zubereitung, die in den Strauwirtschaften rund um Worms mit Brezeln und einem Glas Riesling auf den Tisch kommt. Einfach, schnell und unerhört gut.

Zutaten (für 4 Personen)

  • 250 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
  • 125 g Quark (40 % Fett)
  • 1 kleine Zwiebel, sehr fein gewürfelt
  • 1 EL süßer Paprika
  • 1/2 TL scharfer Paprika
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Schnittlauch, fein geschnitten
  • Laugenbrezeln zum Servieren

Zubereitung

  1. Frischkäse und Quark in einer Schüssel mit einer Gabel cremig verrühren.
  2. Fein gewürfelte Zwiebel, süßen und scharfen Paprika unterrühren.
  3. Kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken – der Spundekäs darf ruhig würzig sein.
  4. Mindestens 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen, damit sich die Aromen verbinden.
  5. Auf einem Teller zu einem flachen Halbmond formen und großzügig mit Schnittlauch bestreuen.
  6. Mit frischen Laugenbrezeln und einem Glas Wormser Riesling servieren.

Tipp: In den Wormser Strauwirtschaften wird der Spundekäs manchmal mit einem Schuss Riesling im Teig verfeinert. Der Name kommt übrigens vom „Spund“ des Weinfasses – ein Hinweis darauf, dass dieses Gericht immer in Gesellschaft von Wein genossen wird.

Winzersteaks mit Trauben-Schalotten-Soße

In Rheinhessen dreht sich alles um den Wein – und dieses Gericht bringt die Weinberge direkt auf den Teller. Saftige Schweinesteaks werden mit einer Trauben-Schalotten-Soße serviert, die mit Spätburgunder abgeschmeckt wird. Ein Winzeressen par excellence.

Zutaten (für 4 Personen)

  • 4 Schweinenackensteaks (à 200 g)
  • 200 g blaue Weintrauben, halbiert
  • 6 Schalotten, geviertelt
  • 200 ml Spätburgunder
  • 100 ml Rindbrühe
  • 2 EL Butter
  • 1 EL Honig
  • 1 Zweig Rosmarin
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Rapsöl

Zubereitung

  1. Steaks trocken tupfen und von beiden Seiten kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. In einer heißen Pfanne mit Rapsöl von jeder Seite 3–4 Minuten braten. Herausnehmen und warm halten.
  2. Im gleichen Bratfett Schalotten bei mittlerer Hitze 5 Minuten goldbraun anbraten. Honig zugeben und karamellisieren lassen.
  3. Mit Spätburgunder ablöschen und den Bratensatz lösen. Rindbrühe und Rosmarin zugeben, 10 Minuten auf die Hälfte einkochen.
  4. Trauben in die Soße geben und 3 Minuten mitköcheln, bis sie weich, aber noch bissfest sind.
  5. Rosmarin entfernen. Butter einrühren und die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Steaks auf Tellern anrichten und die Trauben-Schalotten-Soße darüber geben. Dazu passen Spätzle oder Kartoffelgratin.

Tipp: Verwenden Sie für dieses Gericht einen Spätburgunder, den Sie auch gerne trinken würden – die Qualität des Weins ist entscheidend für den Geschmack der Soße. In Rheinhessen wird dieses Gericht traditionell zur Weinlese im Oktober zubereitet.

Wormser Zwiebelkuchen

Zwiebelkuchen und Federweißer – das ist in Worms und ganz Rheinhessen das kulinarische Herbstritual. Dieser saftige Mürbteig-Kuchen mit karamellisierten Zwiebeln, Speck und Schmand ist die perfekte Begleitung zum jungen Wein.

Zutaten (für 1 Blech / 8 Portionen)

  • Mürbteig:
  • 250 g Mehl
  • 125 g kalte Butter
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • Belag:
  • 1 kg Zwiebeln, in feine Ringe
  • 150 g durchwachsener Speck, gewürfelt
  • 200 g Schmand
  • 3 Eier
  • 1 TL Kümmel
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 2 EL Butter

Zubereitung

  1. Für den Teig Mehl, kalte Butterstücke, Ei und Salz rasch zu einem glatten Teig verarbeiten. In Folie wickeln und 30 Minuten kühlen.
  2. Speck in einer großen Pfanne knusprig ausbraten. Die Zwiebelringe zugeben und bei mittlerer Hitze 20 Minuten dünsten, bis sie goldbraun und weich sind. Abkühlen lassen.
  3. Schmand, Eier, Kümmel, Salz, Pfeffer und Muskatnuss verquirlen. Die abgekühlte Zwiebel-Speck-Mischung unterrühren.
  4. Den Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen und in ein gefettetes Blech oder eine Springform legen. Einen Rand hochziehen.
  5. Die Zwiebelmasse gleichmäßig auf dem Teig verteilen.
  6. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C 35–40 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Lauwarm in Stücken servieren – am besten mit einem Glas Federweißer.

Tipp: Je langsamer die Zwiebeln geschmort werden, desto süßer und aromatischer wird der Kuchen. In Worms beginnt die Zwiebelkuchen-Saison traditionell Mitte September mit dem ersten Federweißer – ein Fest, das die ganze Stadt feiert.

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