
Straubing liegt im fruchtbaren Gäuboden an der Donau und ist für das Gäubodenvolksfest, das Herzogsschloss und die altbayerische Küche bekannt. Die niederbayerische Küche ist deftig, bäuerlich und geprägt von Donaufisch, Enten aus dem Gäuboden und herzhaften Knödelspezialitäten.
Entdecken Sie drei traditionelle Rezepte aus der Region – oder erleben Sie die regionale Genusskultur bei einem Kochkurs oder Genuss-Event in Straubing.
1. Gäubodener Bauernente mit Semmelknödel
Die Gäubodener Bauernente ist ein niederbayerischer Klassiker, der besonders zur Kirchweih auf den Tisch kommt. Mit Beifuß, Majoran und dunklem Bier gebraten, dazu Blaukraut und Semmelknödel.
Zutaten (4 Personen)
- 1 ganze Ente (ca. 2,5 kg)
- 2 Zwiebeln, grob gewürfelt
- 2 Äpfel, geviertelt
- 1 Bund Beifuß, frisch
- 500 ml dunkles Bier
- 500 ml Geflügelbrühe
- 1 EL Majoran, getrocknet
- Salz, Pfeffer, Kümmel
- 2 EL Honig
Zubereitung
- Vorbereiten: Die Ente waschen, trocknen, innen und außen mit Salz, Pfeffer und Kümmel einreiben. Mit Äpfeln, Zwiebeln und Beifuß füllen.
- Braten: Im Bräter bei 180 °C für 90 Minuten braten, regelmäßig mit Bier und Brühe übergießen.
- Glasieren: In den letzten 15 Minuten mit Honig bestreichen, damit die Haut kross wird.
- Sauce: Den Bratensud passieren, mit Majoran verfeinern und reduzieren.
- Anrichten: Mit Blaukraut und Semmelknödeln servieren.
Tipp: Wer die Ente besonders knusprig möchte, übergießt sie zum Schluss mit heißem Salzwasser – ein alter Gäubodener Trick.
2. Straubinger Semmelknödel
Die Semmelknödel gehören zu jedem bayerischen Braten. In Straubing werden sie traditionell aus altbackenen Semmeln, Milch, Ei und Petersilie gemacht – locker, fluffig und saftig.
Zutaten (8 Knödel)
- 8 altbackene Semmeln (ca. 250 g)
- 300 ml warme Milch
- 3 Eier
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 30 g Butter
- 1 Bund Petersilie, gehackt
- Salz, Pfeffer, Muskatnuss
Zubereitung
- Semmeln schneiden: Die Semmeln in feine Würfel schneiden und in eine Schüssel geben.
- Milch zugeben: Warme Milch darüber gießen und ca. 15 Minuten ziehen lassen.
- Zwiebel dünsten: Die Zwiebel in Butter glasig dünsten und mit der Petersilie zu den Semmeln geben.
- Teig kneten: Eier, Salz, Pfeffer und Muskat zugeben und mit den Händen gut vermengen.
- Formen und Garen: Aus dem Teig Knödel formen und in siedendem Salzwasser ca. 20 Minuten ziehen lassen.
Tipp: Der Teig darf nicht zu feucht sein – wenn er klebt, etwas Semmelbrösel untermischen.
3. Donau-Fischsuppe nach Straubinger Art
Die Donau-Fischsuppe ist ein traditionelles Gericht der Fischer entlang der Donau. Mit Zander, Waller und Wurzelgemüse entsteht eine herzhafte Suppe mit Safran und Weißwein.
Zutaten (4 Personen)
- 500 g gemischter Donaufisch (Zander, Waller, Forelle)
- 1 Zwiebel, gewürfelt
- 1 Karotte
- 1 Stange Lauch
- 1 Stück Knollensellerie
- 200 ml trockener Weißwein
- 1 l Fischfond
- 1 Prise Safran
- 2 EL Butter
- Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Dill
Zubereitung
- Gemüse dünsten: Das Wurzelgemüse und die Zwiebel in Butter glasig dünsten.
- Ablöschen: Mit Weißwein ablöschen und den Fischfond angießen.
- Köcheln: Safran zugeben und 15 Minuten sanft köcheln lassen.
- Fisch: Die Fischstücke zugeben und weitere 5–7 Minuten ziehen lassen, bis das Fleisch gerade gar ist.
- Abschmecken: Mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und reichlich Dill verfeinern.
Tipp: Der Fisch darf nicht kochen, sonst zerfällt er – sanftes Ziehen bei 80 °C ist ideal.
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