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Schwäbische Küche Sindelfingen: 3 Rezepte aus Schwaben

Sindelfingen im Herzen Württembergs gehört zum kulinarischen Schwaben mit seiner bodenständigen und erfindungsreichen Küche. Zwischen Stuttgart und Schwarzwald haben sich Klassiker wie Maultaschen, Spätzle und Ofenschlupfer als Eckpfeiler der Esskultur gehalten. Entdecken Sie bei einem Kochkurs in Sindelfingen die Aromen der Region.

Schwäbische Maultaschen in der Brühe

Maultaschen sind das heimliche Nationalgericht Schwabens und werden liebevoll „Herrgottsbscheißerle“ genannt – die Mönche versteckten Fleisch in Nudelteig, um in der Fastenzeit trotzdem deftig essen zu können. Sie sind weit mehr als gefüllte Pasta: Jeder Haushalt hat sein eigenes Rezept.

Zutaten (für 4 Personen)

  • Teig: 400 g Mehl (Typ 550), 4 Eier, 1 EL Öl, 1 TL Salz
  • Füllung: 300 g gemischtes Hackfleisch, 200 g Bratwurstbrät, 150 g Blattspinat (frisch oder TK)
  • 2 altbackene Brötchen, 150 ml Milch
  • 1 Zwiebel, 1 Bund Petersilie
  • 2 Eier, Salz, Pfeffer, Muskat, Majoran
  • 1,5 l kräftige Rinder- oder Gemüsebrühe
  • Schnittlauch und geröstete Zwiebelringe zum Servieren

Zubereitung

  1. Mehl mit Eiern, Öl und Salz zu einem glatten Teig verkneten. 30 Minuten in Folie ruhen lassen.
  2. Brötchen in Milch einweichen. Spinat blanchieren, ausdrücken und hacken. Zwiebel fein würfeln und anschwitzen.
  3. Hack, Brät, Spinat, ausgedrückte Brötchen, Zwiebeln, Petersilie, Eier und Gewürze kräftig zu einer Füllung verkneten.
  4. Teig dünn ausrollen (ca. 2 mm). Die Füllung in einer Reihe auftragen, den Teig darüber klappen und mit einem Löffelrücken zwischen den Portionen abteilen. Mit einem Rädchen zuschneiden.
  5. Maultaschen in siedender Brühe (nicht kochen!) 10 bis 12 Minuten ziehen lassen.
  6. In tiefen Tellern mit Brühe, Schnittlauch und gerösteten Zwiebelringen servieren.

Tipp: Maultaschen werden in Schwaben „geschmälzt“ (in Butter mit Zwiebeln gebraten) oder „geschlupft“ (in Ei gebraten) ebenso geliebt wie in der Brühe. Am nächsten Tag schmecken sie oft noch besser.

Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle

Dieses Trio ist der Inbegriff schwäbischer Hausmannskost. Die cremigen Linsen, handgeschabte Spätzle und feine Saitenwürstle (Wiener) ergeben ein Gericht, das Generationen von Schwaben aufgewachsen haben.

Zutaten (für 4 Personen)

  • Linsen: 400 g Tellerlinsen, 2 Zwiebeln, 2 Karotten, 1 Stück Sellerie, 2 EL Mehl, 2 EL Tomatenmark, 100 ml Essig, 1 l Brühe, 2 Lorbeerblätter, Salz, Pfeffer, Zucker, 100 g Speck
  • Spätzle: 500 g Mehl (Typ 550), 5 Eier, 200 ml Wasser, 1 TL Salz
  • 8 Saitenwürstle (feine Wiener)
  • Butter und Schnittlauch zum Servieren

Zubereitung

  1. Linsen über Nacht einweichen (oder 1 Stunde heiß einweichen). Zwiebeln, Karotten und Sellerie fein würfeln.
  2. Speck in einem Topf auslassen, Gemüse darin anschwitzen. Mehl und Tomatenmark zufügen, kurz rösten, mit Essig ablöschen und mit Brühe aufgießen.
  3. Abgetropfte Linsen und Lorbeer zugeben und bei schwacher Hitze 45 Minuten köcheln. Am Ende mit Salz, Pfeffer, Essig und einer Prise Zucker süß-sauer abschmecken.
  4. Für die Spätzle: Mehl, Eier, Wasser und Salz zu einem zähflüssigen Teig schlagen, bis er Blasen wirft. 15 Minuten ruhen lassen.
  5. Teig portionsweise durch einen Spätzlehobel in siedendes Salzwasser geben, kurz ziehen lassen und mit einer Schaumkelle in eine Schüssel mit kaltem Wasser heben.
  6. Saitenwürstle in heißem (nicht kochendem) Wasser 10 Minuten erwärmen. Alles zusammen mit Butter und Schnittlauch anrichten.

Tipp: Echte Schwaben süßen Linsen leicht mit einem Schuss Apfelessig und einer Prise Zucker – der süß-saure Kontrast macht den Klassiker aus.

Ofenschlupfer mit Rosinen und Vanillesoße

Der Ofenschlupfer ist Schwabens liebstes Resteessen: altbackene Brötchen, Äpfel, Rosinen und ein Eiergussmantel verwandeln sich im Ofen in ein sättigendes Dessert, das jede Großmutter anders macht – aber immer köstlich.

Zutaten (für 4 Personen)

  • 8 altbackene Brötchen oder 400 g Weißbrot
  • 500 ml Milch
  • 4 Eier
  • 80 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 3 mittelgroße Äpfel (säuerlich, z. B. Boskoop)
  • 100 g Rosinen
  • 50 g Butter + Butter für die Form
  • 1 TL Zimt
  • Vanillesoße: 500 ml Milch, 1 Vanilleschote, 4 Eigelb, 80 g Zucker, 2 TL Speisestärke

Zubereitung

  1. Brötchen in dünne Scheiben schneiden. Rosinen in lauwarmem Wasser oder Rum 15 Minuten einweichen.
  2. Äpfel schälen und in dünne Spalten schneiden. Milch mit Eiern, Zucker und Vanillezucker verquirlen.
  3. Eine gebutterte Auflaufform mit einer Schicht Brötchen auslegen. Äpfel, Rosinen und Butterflöckchen verteilen, mit Zimt bestreuen.
  4. Weiter schichten, bis die Zutaten aufgebraucht sind. Eiermilch darübergießen und 15 Minuten ziehen lassen, bis das Brot sie aufnimmt.
  5. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze 45 Minuten goldbraun backen, bis die Oberfläche eine Kruste bildet.
  6. Für die Soße: Vanillemark aus der Schote kratzen, mit Milch erhitzen. Eigelb mit Zucker und Stärke verquirlen, in die heiße Milch rühren und unter Rühren bis zur gewünschten Dicke sämig ziehen.

Tipp: Ofenschlupfer schmeckt warm am besten, aber auch kalt am nächsten Tag ein Hit. In Sindelfingen wird er oft mit einem Klecks steif geschlagener Sahne und frischen Beeren serviert.

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