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Sächsische Küche: 3 Rezepte aus dem Erzgebirge bei Chemnitz

Die sächsische Küche rund um Chemnitz und das Erzgebirge ist eine der reichsten Regionalküchen Deutschlands. Hier verbinden sich böhmische Einflüsse mit bodenständiger Bergmannskost: Sauerbraten mit seidigen Klößen, herzhafte Kartoffelpuffer und süße Quarkkeulchen – Gerichte, die von Generationen erzählen.

Probieren Sie drei authentische Rezepte aus Sachsen – oder erleben Sie die sächsische Genusskultur bei einem Kochkurs oder Genuss-Event in Chemnitz.

1. Sächsischer Sauerbraten mit Klößen

Der Sächsische Sauerbraten unterscheidet sich deutlich von der rheinischen Variante: Statt Rosinen und Printen setzt man in Sachsen auf eine dunkle, sämige Soße mit Lebkuchengewürz und Rotwein. Dazu gehören die berühmten sächsischen Klöße – halb roh, halb gekocht – die wie Wolken auf dem Teller liegen.

Zutaten (4 Personen)

Für den Sauerbraten:

  • 1,2 kg Rinderbraten (Oberschale oder Schulter)
  • 400 ml trockener Rotwein
  • 200 ml Rotweinessig
  • 300 ml Wasser
  • 2 Zwiebeln, geviertet
  • 2 Karotten, in Stücke geschnitten
  • 1 Petersilienwurzel
  • 2 Lorbeerblätter, 8 Pfefferkörner, 5 Wacholderbeeren
  • 3 EL Butterschmalz
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 TL Lebkuchengewürz
  • 150 ml Sahne
  • Salz, Pfeffer

Für die Klöße:

  • 1 kg mehligkochende Kartoffeln
  • 200 ml heiße Milch
  • 80 g Kartoffelstärke
  • Salz, Muskatnuss
  • 4 Scheiben Tostbrot, gewürfelt und in Butter geröstet (Croutons)

Zubereitung

  1. Beize (3 Tage vorher): Rotwein, Essig und Wasser mit Gemüse und Gewürzen aufkochen, abkühlen lassen. Fleisch einlegen und 3 Tage im Kühlschrank marinieren, täglich wenden.
  2. Anbraten: Fleisch herausnehmen, trockentupfen. In Butterschmalz rundherum scharf anbraten. Tomatenmark kurz anrösten. Gemüse aus der Beize dazugeben. Mit 500 ml Beize ablöschen.
  3. Schmoren: Zugedeckt bei 160 °C im Ofen ca. 2,5 Stunden schmoren, bis das Fleisch zart ist.
  4. Klöße: 2/3 der Kartoffeln roh reiben und durch ein Tuch ausdrücken. 1/3 kochen und stampfen. Alles mit heißer Milch, Stärke, Salz und Muskat zu einem Teig verarbeiten. Klöße formen, je 2–3 Croutons eindrücken. In siedendem Salzwasser 20 Minuten garziehen lassen.
  5. Soße: Den Bratensud passieren, Lebkuchengewürz und Sahne einrühren. Einkochen bis sämig.

Dazu passt: Blaukraut (Rotkohl) – in Sachsen gern mit Äpfeln und Zimt zubereitet.

2. Erzgebirgische Buttermilchgetzen – Kartoffelpuffer aus dem Ofen

Die Buttermilchgetzen sind ein typisches Gericht der Erzgebirgsregion bei Chemnitz. Anders als gewöhnliche Kartoffelpuffer werden sie nicht in der Pfanne gebraten, sondern als großer Fladen im Ofen gebacken – außen knusprig, innen cremig-säuerlich durch die Buttermilch. Ein Bergmannsessen, das mit wenigen Zutaten auskommt.

Zutaten (4 Personen)

  • 1,5 kg rohe Kartoffeln (mehligkochend)
  • 500 ml Buttermilch
  • 3 Eier
  • 100 g Mehl
  • 1 TL Salz
  • 1 Prise Muskatnuss
  • 100 g durchwachsener Speck, fein gewürfelt
  • 2 EL Schmalz für die Form

Zubereitung

  1. Kartoffelmasse: Die Kartoffeln schälen und fein reiben (Reibe oder Küchenmaschine). Die Flüssigkeit nicht ausdrücken – sie gehört dazu.
  2. Teig: Die geriebenen Kartoffeln mit Buttermilch, Eiern, Mehl, Salz und Muskat zu einem glatten Teig verrühren. Die Speckwürfel untermengen.
  3. Backen: Ein tiefes Backblech oder eine große Auflaufform großzügig mit Schmalz einfetten. Die Kartoffelmasse ca. 2 cm dick einfüllen.
  4. In den Ofen: Bei 200 °C Ober-/Unterhitze 50–60 Minuten backen, bis die Oberfläche tief goldbraun und knusprig ist.
  5. Servieren: In große Stücke schneiden und heiß servieren.

Dazu passt: Apfelmus oder Heidelbeerkompott – im Erzgebirge isst man die Getzen gern süß.

3. Quarkkeulchen – Süße Kartoffel-Quark-Krapfen

Die Quarkkeulchen sind das beliebteste sächsische Dessert und werden in Chemnitz in jeder traditionellen Gastwirtschaft serviert. Aus einem Teig von gekochten Kartoffeln, Quark und Rosinen geformt und in Butter goldbraun gebraten, sind sie außen knusprig, innen fluffig-weich. Ein Gericht, das die sächsische Seele perfekt beschreibt.

Zutaten (ca. 12 Stück)

  • 500 g mehligkochende Kartoffeln (am Vortag gekocht, kalt)
  • 250 g Magerquark (gut abgetropft)
  • 1 Ei
  • 80 g Zucker
  • 100 g Mehl
  • 50 g Rosinen
  • Abrieb einer Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • Butter zum Braten
  • Zimtzucker und Apfelmus zum Servieren

Zubereitung

  1. Teig: Die kalten Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken oder fein reiben. Mit Quark, Ei, Zucker, Mehl, Rosinen, Zitronenabrieb und Salz zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
  2. Formen: Aus dem Teig mit bemehlten Händen flache, ovale Keulchen formen (ca. 8 cm lang, 1,5 cm dick).
  3. Braten: Reichlich Butter in einer Pfanne erhitzen. Die Keulchen bei mittlerer Hitze von jeder Seite 3–4 Minuten goldbraun braten. Nicht zu heiß – sie sollen innen gar werden.
  4. Servieren: Heiß mit Zimtzucker bestreuen und mit Apfelmus servieren.

Tipp: In der Weihnachtszeit werden die Quarkkeulchen in Sachsen gern mit Mohn und Vanillesoße serviert. Mehr süße Rezeptideen finden Sie in unserem Backkurs-Guide.

Sächsische Küche erleben in Chemnitz

Chemnitz, die Kulturhauptstadt Europas 2025, hat kulinarisch eine Menge zu bieten – von traditionellen Gasthäusern bis zu modernen Kochateliers. Entdecken Sie bei Miomente Kochkurse und kulinarische Erlebnisse in Chemnitz und dem Erzgebirge. Und wenn Sie Lust auf Backen haben, schauen Sie in unseren Backkurs-Guide.

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