
Hagen, das Tor zum Sauerland, verbindet Ruhrgebiets-Urbanität mit grüner Mittelgebirgslandschaft. Die Küche der Region ist von westfälischer Deftigkeit und sauerlandischer Bodenständigkeit geprägt – Wild aus den Wäldern, Schinken aus der Bergluft und herzhafte Eintöpfe.
Probieren Sie drei authentische Rezepte aus Hagen und dem Sauerland – oder erleben Sie die regionale Genusskultur bei einem Kochkurs oder Genuss-Event in Hagen.
1. Sauerländer Potthucke – Kartoffelkuchen mit Mettwurst
Die Potthucke ist das Nationalgericht des Sauerlandes: ein saftiger Kartoffelkuchen, der im Topf (Pott) gebacken wird und in dem eine würzige Mettwurst „huckt“ (kauert). Deftig, sättigend und unvergesslich gut.
Zutaten (4 Personen)
- 1,5 kg mehligkochende Kartoffeln
- 3 Eier
- 200 ml Sahne
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 2 Mettwu00fcrste (ca. 250 g)
- 50 g Butter
- Salz, Pfeffer, Muskatnuss
Zubereitung
- Kartoffeln vorbereiten: Die Hälfte der Kartoffeln schälen und fein reiben. Die andere Hälfte kochen, stampfen und mit den rohen Kartoffeln mischen.
- Masse rühren: Eier, Sahne und Zwiebel unter die Kartoffelmasse rühren. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
- Formen: Eine gefettete Auflaufform mit der Hälfte der Masse füllen. Die Mettwürste darauflegen und mit der restlichen Masse bedecken. Butterflocken oben verteilen.
- Backen: Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) 60–70 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun und knusprig ist.
- Servieren: Heiß aus der Form mit einem kräftigen Salat oder Sauerkraut servieren.
Tipp: Manche Sauerlandfamilien verwenden statt Mettwurst auch geräucherte Blutwurst oder Kasseler – probieren Sie verschiedene Varianten!
2. Hirschgulasch aus dem Sauerland
Die Wälder rund um Hagen liefern erstklassiges Wildfleisch. Dieses aromatische Hirschgulasch mit Rotwein und Waldpilzen bringt den Geschmack der sauerländischen Wälder auf den Teller – perfekt für kalte Herbst- und Winterabende.
Zutaten (4 Personen)
- 800 g Hirschfleisch (Schulter), in Würfel geschnitten
- 200 g Waldpilze (Pfifferlinge, Steinpilze)
- 2 Zwiebeln, gewürfelt
- 2 Möhren, in Stücke geschnitten
- 200 g Knollensellerie, gewürfelt
- 300 ml kräftiger Rotwein
- 300 ml Wildfond
- 3 EL Preiselbeeren (Glas)
- 2 Lorbeerblätter
- 5 Wacholderbeeren, leicht zerdrückt
- 2 EL Tomatenmark
- 2 EL Butterschmalz
- 100 ml Sahne
- Salz, Pfeffer, Thymian
Zubereitung
- Fleisch anbraten: Hirschfleisch in Butterschmalz portionsweise scharf anbraten. Herausnehmen.
- Gemüse anschwitzen: Zwiebeln, Möhren und Sellerie im Bratfett anduu00fcnsten. Tomatenmark zugeben und anrösten.
- Ablöschen: Mit Rotwein und Wildfond ablöschen. Fleisch, Lorbeer, Wacholder und Thymian zugeben.
- Schmoren: Zugedeckt bei 160 °C im Ofen 2 Stunden schmoren. Nach 1,5 Stunden die Pilze zugeben.
- Verfeinern: Sahne und Preiselbeeren einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Spätzle oder Semmelknödeln servieren.
Tipp: Lassen Sie das Fleisch am Vortag in Rotwein, Zwiebeln und Gewürzen marinieren – das macht es noch zarter und aromatischer.
3. Westfälisches Pumpernickel-Dessert mit Kirschen
Pumpernickel ist das schwarze Gold Westfalens – und es eignet sich nicht nur als Beilage. Dieses überraschende Dessert kombiniert krümeliges Pumpernickel mit sahniger Creme und Kirschen zu einem Schichtdessert, das typisch westfälisch ist.
Zutaten (4 Gläser)
- 150 g Pumpernickel
- 400 ml Schlagsahne
- 200 g Magerquark
- 3 EL Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Glas Sauerkirschen (350 g), abgetropft
- 50 g Zartbitterschokolade, grob gehackt
- 2 EL Kirschwasser (optional)
- Schokoladenraspel zur Deko
Zubereitung
- Pumpernickel zerbruu00f6seln: Das Pumpernickel in kleine Krümel zerbrechen.
- Creme anrühren: Sahne steif schlagen. Quark mit Zucker und Vanillezucker glattrühren. Sahne vorsichtig unterheben.
- Kirschen vorbereiten: Die abgetropften Kirschen mit Kirschwasser beträufeln.
- Schichten: In Dessertgläser abwechselnd Pumpernickelbrösel, Sahnecreme, Kirschen und Schokoladenstücke schichten.
- Kühlen: Mindestens 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen. Mit Schokoladenraspeln dekoriert servieren.
Tipp: Das Dessert schmeckt am besten, wenn es einige Stunden durchzieht – so wird das Pumpernickel angenehm weich und die Aromen verbinden sich. Mehr regionale Rezepte und Erlebnisse finden Sie bei Miomente in Hagen.
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