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Nordhessische Küche: 3 deftige Rezepte aus Kassel

Am Fuße des UNESCO-Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe liegt eine Stadt, die für documenta, Grimms Märchen und eine eigenständige Küche bekannt ist. Kassel ist das Herz Nordhessens und kulinarisch ein Ort, an dem deftige Traditionsgerichte auf eine wachsende Gourmetszene treffen.

Probieren Sie drei nordhessische Klassiker – oder erleben Sie die Genusskultur bei einem Kochkurs oder Genuss-Event in Kassel.

1. Weckewerk – Kassels deftiger Pfannenklassiker

Weckewerk ist die nordhessische Antwort auf Saumagen und Leberkäs: Eine Mischung aus Schweinefleisch, Leber und eingeweichten Brötchen (Wecken), die kross in der Pfanne gebraten wird. Dieses Gericht gibt es nur in Nordhessen – und jede Familie hat ihr eigenes Geheimrezept.

Zutaten (4 Personen)

  • 400 g Schweinefleisch (Schulter), gekocht und fein gehackt
  • 200 g Schweineleber, gekocht und fein gehackt
  • 4 altbackene Brötchen (Wecken), in Wasser eingeweicht
  • 2 Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 500 ml kräftige Fleischbrühe
  • 2 EL Schmalz
  • 1 TL Majoran (getrocknet)
  • 1 TL Thymian
  • ½ TL Piment (gemahlen)
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Masse herstellen: Die eingeweichten Brötchen gut ausdrücken. Mit dem gehackten Fleisch und der Leber vermengen. Mit Brühe zu einer geschmeidigen, aber nicht zu flüssigen Masse verrühren.
  2. Würzen: Zwiebeln, Majoran, Thymian, Piment, Salz und Pfeffer kräftig einarbeiten.
  3. Braten: Schmalz in einer großen Pfanne erhitzen. Die Masse portionsweise als flache Fladen in die Pfanne geben. Von jeder Seite 5–7 Minuten knusprig braten.
  4. Servieren: Heiß aus der Pfanne mit Sauerkraut und Kartoffelpüree servieren.

Tipp: Weckewerk muss außen richtig knusprig und innen saftig sein – das ist die Kunst. Auf dem Kasseler Wochenmarkt können Sie fertiges Weckewerk kaufen und es zu Hause nur noch anbraten.

2. Nordhessischer Speckkuchen vom Blech

Der Speckkuchen ist in Nordhessen das, was die Pizza für Italien ist: ein herzhaftes Hefegebäck, das warm aus dem Ofen am besten schmeckt. Mit kräftigem Speck, Zwiebeln und Schmand belegt, ist er das perfekte Essen für gesellige Abende – und auf jedem Kasseler Volksfest vertreten.

Zutaten (1 Blech)

  • Hefeteig:
  • 500 g Mehl
  • 1 Würfel frische Hefe (42 g)
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 50 g Butter (weich)
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • Belag:
  • 300 g durchwachsener Speck, fein gewürfelt
  • 3 Zwiebeln, in dünne Ringe
  • 200 g Schmand
  • 2 Eier
  • 100 ml Sahne
  • Kümmel
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Hefeteig: Hefe in lauwarmer Milch mit Zucker auflösen. Mit Mehl, Butter und Salz zu einem glatten Teig verkneten. 45 Minuten abgedeckt gehen lassen.
  2. Ausrollen: Den Teig auf einem gefetteten Backblech ausrollen. Nochmals 15 Minuten gehen lassen.
  3. Belag: Schmand, Eier und Sahne verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen. Gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Speck und Zwiebelringe darüberstreuen.
  4. Backen: Bei 200 °C Ober-/Unterhitze 25–30 Minuten backen, bis der Belag goldbraun ist.
  5. Servieren: Warm in Stücke schneiden. Dazu passt ein frischer grüner Salat.

Tipp: In Kassel wird der Speckkuchen traditionell mit einem Glas Apfelwein aus dem Fuldatal serviert. Variante: Mit Lauch statt Zwiebeln wird er etwas milder.

3. Kasseler Grüne Soße mit Pellkartoffeln

Die Grüne Soße ist nicht nur in Frankfurt zu Hause – auch in Nordhessen hat sie eine lange Tradition. Die Kasseler Variante nutzt sieben Kräuter, die im fruchtbaren Fuldatal gedeihen, und wird zu Pellkartoffeln und hartgekochten Eiern serviert. Frischer, kräutiger und grüner geht es nicht.

Zutaten (4 Personen)

  • je 1 Bund: Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Kresse, Borretsch, Pimpinelle, Sauerampfer
  • 200 g saure Sahne
  • 150 g Schmand
  • 100 g Joghurt (natur)
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 1 EL Senf (mittelscharf)
  • Saft einer Zitrone
  • 1 TL Zucker
  • Salz, Pfeffer
  • 4 Eier (hartgekocht)
  • 1 kg Kartoffeln (festkochend)

Zubereitung

  1. Kräuter: Alle Kräuter gründlich waschen und trockenschleudern. Sehr fein hacken (nicht pürieren – die Soße soll Stückchen haben).
  2. Soße: Saure Sahne, Schmand, Joghurt, Öl, Senf und Zitronensaft glattrühren. Die gehackten Kräuter unterheben. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.
  3. Ziehen lassen: Die Soße mindestens 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen.
  4. Kartoffeln und Eier: Kartoffeln als Pellkartoffeln kochen, pellen. Eier hartkochen und vierteln.
  5. Anrichten: Pellkartoffeln und Eier auf Teller verteilen, großzügig mit der Grünen Soße übergießen.

Tipp: Die sieben Kräuter gibt es von Frühling bis Herbst als fertig gemischtes Bündel auf dem Kasseler Wochenmarkt. Die Soße muss kalt serviert werden – niemals erwärmen!

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