
Ratingen vor den Toren Düsseldorfs ist eine der ältesten Städte des Rheinlands und bewahrt die klassische rheinische Küche. Sauerbraten, Himmel un Ääd und Reibekuchen gehören zum täglichen Leben der Region. Entdecken Sie bei einem Kochkurs in Ratingen die Aromen der Region.
Rheinischer Sauerbraten mit Rosinensoße
Der Rheinische Sauerbraten ist eines der bekanntesten deutschen Gerichte und hat im Rheinland seine Heimat. Die Marinade aus Rotwein, Essig und Gewürzen macht das Fleisch unglaublich zart, die süße Rosinensoße mit Lebkuchen ist einzigartig.
Zutaten (für 4 Personen)
- 1,5 kg Rinderbraten (aus der Keule oder Schulter)
- Marinade: 500 ml trockener Rotwein, 500 ml Rotweinessig, 500 ml Wasser
- 3 Zwiebeln, 2 Karotten, 1 Stück Sellerie
- 5 Lorbeerblätter, 10 Wacholderbeeren, 10 Pfefferkörner, 5 Nelken
- 3 EL Butterschmalz
- 2 EL Mehl
- 100 g Rosinen
- 2 EL Rübenkraut
- 50 g Lebkuchen (Aachener Printen), zerkrümelt
- 1 EL dunkler Rübensirup
- Salz, Pfeffer
- Kartoffelklöße und Apfelrotkohl als Beilage
Zubereitung
- Marinade aus Rotwein, Essig, Wasser, Gemüse und Gewürzen zubereiten. Kurz aufkochen, abkühlen lassen. Braten darin 4 bis 5 Tage im Kühlschrank ziehen lassen, täglich wenden.
- Rosinen in etwas warmem Wasser einweichen. Fleisch aus der Marinade nehmen und trocken tupfen. Marinade durchseihen, 500 ml auffangen.
- Butterschmalz in einem Schmortopf erhitzen, Braten rundherum scharf anbraten. Gemüse aus der Marinade zufügen und 5 Minuten mitrösten.
- Mit der aufgefangenen Marinade ablöschen. Zugedeckt bei schwacher Hitze 2,5 Stunden schmoren, bis das Fleisch zart ist.
- Braten herausnehmen und warm halten. Soße durch ein Sieb passieren, zurück in den Topf gießen. Mehl in etwas Wasser anrühren und zur Soße geben. Rosinen, Rübenkraut, Lebkuchen und Rübensirup einrühren und 15 Minuten köcheln lassen.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Braten in Scheiben schneiden, mit der Rosinensoße, Kartoffelklößen und Apfelrotkohl servieren.
Tipp: Ein echter Rheinischer Sauerbraten muss mindestens 4 Tage in der Marinade ziehen – manche Rheinländer schwören auf 7 Tage. Je länger, desto zarter und aromatischer wird das Fleisch.
Himmel un Ääd
„Himmel und Erde“ ist ein Klassiker der rheinischen Küche: Kartoffelstampf (die Erde) mit Apfelkompott (der Himmel) und gebratener Blutwurst. Das Gericht hat seinen Ursprung im 18. Jahrhundert und ist bis heute fester Bestandteil der Wirtshausküche in Ratingen.
Zutaten (für 4 Personen)
- 1 kg mehligkochende Kartoffeln
- 100 ml Milch
- 80 g Butter
- Salz, Pfeffer, Muskat
- 4 säuerliche Äpfel (Boskoop)
- 2 EL Zucker
- 1 TL Zimt
- Saft einer halben Zitrone
- 4 dicke Scheiben Blutwurst (Flönz)
- 3 große Zwiebeln
- Schmalz oder Öl zum Braten
Zubereitung
- Kartoffeln schälen, würfeln und in Salzwasser 20 Minuten weich kochen.
- Äpfel schälen, entkernen und würfeln. Mit 50 ml Wasser, Zucker, Zimt und Zitronensaft in einem Topf 10 Minuten zu einem groben Kompott kochen.
- Kartoffeln abgießen, mit Milch und Butter zu einem Stampf verarbeiten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
- Zwiebeln in Ringe schneiden. In Schmalz bei mittlerer Hitze 15 bis 20 Minuten goldbraun rösten.
- Blutwurstscheiben in einer separaten Pfanne mit wenig Fett bei starker Hitze von beiden Seiten knusprig braten. Die Haut sollte aufplatzen und die Wurst außen knackig werden.
- Kartoffelstampf und Apfelkompott nebeneinander auf Tellern anrichten. Blutwurstscheiben darauflegen und mit den goldbraunen Zwiebeln bestreuen.
Tipp: Der Name „Himmel un Ääd“ verweist auf den Kontrast zwischen Himmel (Äpfel von den Bäumen) und Erde (Kartoffeln aus dem Boden). In Ratingen wird das Gericht traditionell mit einem Alt oder Kölsch serviert.
Rheinische Reibekuchen mit Apfelmus
Reibekuchen sind das inoffizielle Nationalgericht des Rheinlands und auf jedem Weihnachts- und Jahrmarkt ein Muss. In Ratingen werden sie traditionell mit hausgemachtem Apfelmus oder mit deftigem Schwarzbrot und Räucherlachs serviert.
Zutaten (für 4 Personen)
- 1,5 kg mehligkochende Kartoffeln
- 2 Zwiebeln
- 2 Eier
- 3 EL Mehl
- 1 TL Salz
- 1 Prise Muskat
- Pflanzenöl oder Schmalz zum Ausbacken
- Apfelmus: 1 kg säuerliche Äpfel, 100 ml Wasser, 50 g Zucker, 1 TL Zimt, Saft einer halben Zitrone
Zubereitung
- Für das Apfelmus: Äpfel schälen, entkernen und würfeln. Mit Wasser, Zucker, Zimt und Zitronensaft in einem Topf 15 Minuten weich kochen, bis sie zerfallen. Pürieren und abkühlen lassen.
- Kartoffeln schälen und zusammen mit den Zwiebeln in eine Schüssel mit kaltem Wasser reiben – so werden sie nicht braun.
- Kartoffel-Zwiebel-Masse in ein sauberes Küchentuch geben und kräftig auspressen, um möglichst viel Flüssigkeit zu entfernen.
- In eine Schüssel geben und mit Eiern, Mehl, Salz und Muskat zu einer glatten Masse verrühren.
- Reichlich Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Mit einem Esslöffel portionsweise Kartoffelmasse in die Pfanne geben, flach drücken und bei mittlerer Hitze 3 bis 4 Minuten goldbraun backen. Wenden und weitere 3 Minuten ausbacken.
- Auf Küchenpapier abtropfen lassen und sofort mit dem Apfelmus servieren.
Tipp: Reibekuchen müssen ofenfrisch und heiß gegessen werden – nach 10 Minuten verlieren sie ihre Knusprigkeit. Der Trick für wirklich knusprige Puffer ist, die Masse richtig gut auszupressen und das Öl heiß genug zu haben.
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