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Saarländische Küche Saarbrücken: 3 Rezepte von der französischen Grenze

Saarbrücken, die Landeshauptstadt an der französischen Grenze, ist Deutschlands Tor zur französischen Küche. Hier verschmelzen Lyoner, Dibbelabbes und Flammkuchen mit Quiche und Crème brûlée zu einer einzigartigen kulinarischen Doppelidentität. Entdecken Sie bei einem Kochkurs in Saarbrücken die Aromen des Saarlandes.

Dibbelabbes

Dibbelabbes ist das Nationalgericht des Saarlandes – ein deftiger Kartoffelkuchen mit Dgörrfleisch und Lauch, der im gusseisernen Topf (dem „Dibbe“) knusprig gebacken wird. Kein Volksfest und kein Saarländer Familientreffen kommt ohne dieses Gericht aus.

Zutaten (für 4 Personen)

  • 1 kg mehligkochende Kartoffeln
  • 200 g durchwachsener Speck, fein gewürfelt
  • 1 Stange Lauch, in feine Ringe geschnitten
  • 1 große Zwiebel, fein gewürfelt
  • 3 Eier
  • 3 EL Mehl
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 2 EL Butterschmalz

Zubereitung

  1. Kartoffeln schälen und auf einer groben Reibe reiben. In einem Küchentuch leicht ausdrücken – nicht zu trocken, etwas Feuchtigkeit soll bleiben.
  2. Speckwürfel in einer Pfanne ohne Fett knusprig ausbraten. Zwiebelwürfel und Lauchringe zugeben und 3 Minuten mitbraten.
  3. Geriebene Kartoffeln mit der Speck-Lauch-Mischung, Eiern und Mehl vermengen. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
  4. Butterschmalz in einem gusseisernen Topf oder einer ofenfesten Pfanne erhitzen. Die Kartoffelmasse hineindrücken und glattstreichen.
  5. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze 60 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun und knusprig ist.
  6. Auf ein Brett stürzen, in Portionen schneiden und heiß servieren – klassisch mit Apfelmus.

Tipp: Im Saarland herrscht freundlicher Streit darüber, ob Dibbelabbes mit Apfelmus (süß) oder mit Salat (herzhaft) gegessen wird. Am besten beides probieren! Für extra Knusprigkeit den Ofen die letzten 10 Minuten auf Grill schalten.

Geheirade

Geheirade („Geheiratete“) ist ein typisches Saarländer Arme-Leute-Gericht, bei dem Kartoffeln und Mehlklöße in einer cremigen Specksahne „verheiratet“ werden. Was simpel klingt, ist in der Praxis ein unglaublich tröstliches und würzig-cremiges Essen.

Zutaten (für 4 Personen)

  • 600 g festkochende Kartoffeln
  • Mehlklöße:
  • 300 g Mehl
  • 2 Eier
  • 100 ml Milch
  • 1 Prise Salz, Muskatnuss
  • Specksahne:
  • 150 g durchwachsener Speck, gewürfelt
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 200 ml Sahne
  • 200 ml Milch
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Petersilie, gehackt

Zubereitung

  1. Kartoffeln als Pellkartoffeln in Salzwasser 20–25 Minuten gar kochen. Abgießen, pellen und in Scheiben schneiden.
  2. Für die Mehlklöße Mehl, Eier, Milch, Salz und Muskatnuss zu einem glatten, zähen Teig verrühren. 15 Minuten quellen lassen.
  3. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Mit einem Teelöffel kleine Klößchen abstechen und ins Wasser gleiten lassen. 10 Minuten bei schwacher Hitze ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche steigen.
  4. Für die Specksahne: Speckwürfel knusprig ausbraten. Zwiebelwürfel zugeben und glasig dünsten. Sahne und Milch angießen, aufkochen und 5 Minuten köcheln.
  5. Kartoffelscheiben und abgetropfte Mehlklöße in die Specksahne geben, vorsichtig vermengen und 5 Minuten ziehen lassen.
  6. Mit Salz, Pfeffer und reichlich frischer Petersilie abschmecken. In tiefen Tellern servieren.

Tipp: Im Saarland sagt man: „Die Geheirade muss schwimmen!“ – die Soße darf gerne reichlich sein. Wer möchte, kann die Mehlklöße auch mit frischen Kräutern (Schnittlauch, Petersilie) im Teig verfeinern.

Saarländer Lyoner-Salat

Die Saarländer Lyoner ist keine gewöhnliche Fleischwurst – sie ist gröber, kräftiger und leicht geräuchert. Im Wurstsalat, der hier „Lyoner-Salat“ heißt, kommt sie mit Essiggurken, Zwiebeln und einer pikanten Vinaigrette auf den Tisch – ein Klassiker zum Feierabend-Bier.

Zutaten (für 4 Personen)

  • 400 g Saarländer Lyoner (ersatzweise grobe Fleischwurst)
  • 4 Essiggurken, in feine Scheiben
  • 1 rote Zwiebel, in feine Ringe
  • 1 Paprika (rot), in kleine Würfel
  • 3 EL Weißweinessig
  • 4 EL Sonnenblumenöl
  • 1 TL mittelstarfer Senf
  • 1 Prise Zucker
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Schnittlauch, in Röllchen
  • Optional: 100 g Emmentaler, in Streifen

Zubereitung

  1. Lyoner häuten und in dünne Scheiben schneiden, dann in mundgerechte Streifen oder Viertel teilen.
  2. Lyoner, Essiggurken, Zwiebelringe und Paprikawürfel in einer Schüssel vermengen. Optional den Käse zugeben.
  3. Für die Vinaigrette Essig, Öl, Senf, Zucker, Salz und Pfeffer kräftig verrrühren.
  4. Die Vinaigrette über den Salat gießen und alles gründlich vermengen.
  5. Mindestens 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen lassen, damit die Aromen sich verbinden.
  6. Vor dem Servieren nochmals abschmecken und mit reichlich Schnittlauch bestreuen. Dazu frisches Bauernbrot reichen.

Tipp: Im Saarland wird der Lyoner-Salat gerne mit einem kühlen Karlsberg-Bier genossen. Für die „Strasbourg-Variante“ (französischer Einfluss!) etwas Emmentaler und ein paar Cornichons dazugeben.

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