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Weimarer Küche: 3 Rezepte aus der Kulturstadt

Weimar, die Kulturstadt an der Ilm, ist untrennbar mit Goethe, Schiller und dem Bauhaus verbunden. Doch auch kulinarisch hat die kleine Großstadt Überraschendes zu bieten: Thüringer Gastlichkeit trifft auf das Erbe der Weimarer Hofküche. Entdecken Sie bei einem Kochkurs in Weimar Gerichte, die schon Goethe begeistert hätten.

Thüringer Zwiebelsuppe

Die Thüringer Zwiebelsuppe ist das Herzstück des legendären Weimarer Zwiebelmarktes, der seit 1653 jeden Oktober die Stadt in Zwiebelduft hüllt. Diese seidig-cremige Suppe mit Thüringer Bier und frisch gerösteten Zwiebeln ist wärmend, würzig und ein Genuss für kalte Herbsttage.

Zutaten (für 4 Personen)

  • 600 g Zwiebeln, in feine Ringe geschnitten
  • 40 g Butter
  • 1 EL Mehl
  • 200 ml Thüringer Bier (Dunkel)
  • 800 ml kräftige Fleischbrühe
  • 100 ml Sahne
  • 1 TL Kümmel, gemahlen
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 4 Scheiben Bauernbrot, geröstet
  • 100 g Bergkäse, gerieben

Zubereitung

  1. Butter in einem großen Topf schmelzen. Zwiebelringe zugeben und bei mittlerer Hitze 20–25 Minuten langsam rösten, bis sie tiefgolden und süß sind. Gelegentlich rühren.
  2. Mehl über die Zwiebeln stäuben und 2 Minuten mitanschwitzen. Kümmel zugeben.
  3. Mit Thüringer Bier ablöschen und den Bodensatz lösen. Fleischbrühe und Lorbeerblatt zugeben, aufkochen und 20 Minuten köcheln.
  4. Lorbeerblatt entfernen. Die Hälfte der Suppe pürieren und zurückgeben (für Cremigkeit bei gleichzeitiger Textur). Sahne einrühren.
  5. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
  6. In ofenfeste Schälchen füllen, je eine Scheibe geröstetes Brot auflegen und mit Bergkäse bestreuen. Unter dem Grill überbacken, bis der Käse blasen wirft. Sofort servieren.

Tipp: Auf dem Weimarer Zwiebelmarkt wird die Suppe traditionell aus getöpferten Schälchen getrunken. Die Zwiebeln können auch mit einer Prise Zucker karamellisiert werden – das gibt der Suppe eine tiefere, fast malzige Süße.

Weimarer Rinderroulade mit Rotkohl

Die Rinderroulade ist in Thüringen das Sonntagsgericht schlechthin. Gefüllt mit Senf, Speck, Gurke und Zwiebel und langsam in einer dunklen Soße geschmort, ist sie das Paradebeispiel für die herzhaft-elegante thüringische Küche, wie sie auch an der Weimarer Hoftafel serviert wurde.

Zutaten (für 4 Personen)

  • 4 Rouladen (dünn geschnittene Rinderoberschale, je 180 g)
  • 4 TL mittelscharfer Senf
  • 4 Scheiben durchwachsener Speck
  • 2 Gewgürzgurken, längs geviertelt
  • 1 große Zwiebel, in Streifen
  • 2 EL Butterschmalz
  • 200 ml Rotwein
  • 400 ml Rindbrühe
  • 2 EL Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer
  • Zahnstocher oder Küchengarn

Zubereitung

  1. Rouladen flach auslegen, mit Salz und Pfeffer würzen. Jede Roulade dünn mit Senf bestreichen, eine Scheibe Speck auflegen, Zwiebelstreifen und Gurkenviertel in die Mitte legen.
  2. Aufrollen und mit Zahnstochern oder Küchengarn fixieren.
  3. Butterschmalz in einem Bräter stark erhitzen. Die Rouladen rundherum kräftig anbraten, bis sie eine dunkelbraune Kruste haben. Herausnehmen.
  4. Restliche Zwiebeln im Bräter anrösten, Tomatenmark zugeben und 2 Minuten mitrösten. Mit Rotwein ablöschen, Rindbrühe angießen.
  5. Rouladen zurücklegen, Deckel auflegen und im Ofen bei 160 °C 2 Stunden sanft schmoren.
  6. Rouladen herausnehmen, Soße bei Bedarf einkochen und abschmecken. Mit Thüringer Klößen und Rotkohl servieren.

Tipp: In Weimar heißt es: „Die Roulade muss dunkel angebraten sein!“ – die Maillard-Reaktion sorgt für den tiefen Geschmack der Soße. Ein Schuss Maggi-Würze in der Soße ist in Thüringen kein Tabu, sondern Tradition.

Thüringer Schmandkuchen

Der Thüringer Schmandkuchen ist ein einfacher, aber süchtig machender Blechkuchen: ein fluffiger Hefeteig, bedeckt mit einer cremigen Schmandschicht und bestreut mit Zimt und Zucker. In Weimars Cafés an der Schillerstraße ist er ein fester Bestandteil der Kuchentheke.

Zutaten (für 1 Blech)

  • Hefeteig:
  • 500 g Mehl
  • 1 Würfel Hefe (42 g)
  • 200 ml lauwarme Milch
  • 80 g Zucker
  • 80 g Butter, weich
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • Schmandbelag:
  • 400 g Schmand
  • 2 Eier
  • 80 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 EL Speisestärke
  • Topping:
  • 2 EL Zimt-Zucker-Mischung
  • 30 g Butter in Flöckchen

Zubereitung

  1. Hefe in der lauwarmen Milch mit 1 TL Zucker auflösen und 10 Minuten gehen lassen. Mit Mehl, restlichem Zucker, Butter, Eiern und Salz 10 Minuten zu einem geschmeidigen Teig kneten. 45 Minuten gehen lassen.
  2. Teig auf ein gefettetes Blech ausrollen und nochmals 15 Minuten gehen lassen.
  3. Für den Belag Schmand, Eier, Zucker, Vanillezucker und Stärke glattrühren.
  4. Die Schmandmasse gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Butterflöckchen darauf verteilen und mit Zimt-Zucker bestreuen.
  5. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C 25–30 Minuten goldbraun backen.
  6. Lauwarm in Stücke schneiden und genießen – dazu eine Tasse Kaffee, wie in den Weimarer Caféhäusern.

Tipp: In Thüringen wird der Schmandkuchen manchmal mit Mandelsplittern oder Äpfeln verfeinert. Die Variante mit frischen Pflaumen im Herbst ist besonders beliebt. Schmandkuchen schmeckt am besten lauwarm, wenn die Schmandschicht noch leicht wackelt.

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