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Westfälische Küche: 3 herzhafte Rezepte aus Unna & dem Ruhrgebiet

Zwischen Westfalen und Ruhrgebiet liegt eine Genussregion, die oft übersehen wird – zu Unrecht. Unna, die historische Hansestadt am östlichen Rand des Ruhrgebiets, vereint westfälische Kochtradition mit dem bodenständigen Pragmatismus des Potts. Hier werden Pfefferpotthast, Wurstebrei und Möhren-Untereinander noch so zubereitet, wie es Generationen von Bergleuten und Bauern satt und glücklich gemacht hat.

Ob Sie die westfälische Küche selbst entdecken oder bei einem Kochkurs oder Genuss-Event in Unna erleben möchten – hier finden Sie drei herzhafte Rezepte aus der Region.

1. Pfefferpotthast – Das Dortmunder Nationalgericht seit dem Mittelalter

Der Pfefferpotthast (wörtlich: „Pfeffertopf-Stück“) ist eines der ältesten westfälischen Gerichte – erstmals erwähnt im 13. Jahrhundert. Dieser kräftige Rindereintopf mit viel Zwiebeln und Pfeffer war das Leibgericht der Kaufleute und Handwerker zwischen Unna, Dortmund und Soest. Anders als viele Schmorgerichte kommt der Potthast ohne Mehlbindung aus – die Zwiebeln allein sorgen für die seidig-dickliche Soße.

Zutaten (4 Personen)

  • 800 g Rindfleisch (Schulter oder Wade), in große Würfel geschnitten
  • 500 g Zwiebeln, in feine Ringe geschnitten
  • 2 EL Butterschmalz
  • 500 ml Rinderbühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 Nelken
  • 1 EL Kapern
  • 1 EL Zitronensaft
  • Salz, reichlich frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 altbackene Scheibe Pumpernickel, zerbröselt (zum Binden)

Zubereitung

  1. Fleisch anbraten: Die Rindfleischwürfel im heißen Butterschmalz portionsweise kräftig anbraten. Herausnehmen und beiseitelegen.
  2. Zwiebeln dünsten: Die Zwiebelringe im selben Topf bei mittlerer Hitze 10 Minuten glasig dünsten. Nicht bräunen – sie sollen die Soße binden!
  3. Schmoren: Das Fleisch zurück in den Topf geben, mit Brühe auffgießen. Lorbeer, Nelken und reichlich Pfeffer hinzufügen. Zugedeckt bei niedriger Hitze ca. 2 Stunden sanft schmoren, bis das Fleisch butterweich ist.
  4. Verfeinern: Lorbeer und Nelken entfernen. Die Pumpernickel-Brösel einrühren – sie geben der Soße eine dezente Bindung und ein nussiges Aroma. Kapern und Zitronensaft hinzufügen.
  5. Abschmecken: Nochmals kräftig mit Salz und besonders Pfeffer würzen – der Pfefferpotthast lebt von seiner Würze!

Dazu passen: Salzkartoffeln und eingelegte Gurken – dazu ein frisch gezapftes Dortmunder Bier.

2. Westfälische Wurstebrei – Deftiger Buchweizen-Blutwurst-Brei

Der Wurstebrei ist ein uraltes westfälisches Gericht, das heute fast vergessen ist – aber in den Dörfern rund um Unna und im Sömmernland noch bei Schlachtfesten zubereitet wird. Buchweizenmehl wird mit Brühe zu einem dicklichen Brei gekocht und mit gebröckelter Blutwurst und gebratenen Zwiebeln veredelt. Klingt rustikal? Ist es auch – und genau das macht den Charme aus. Ein Stück kulinarische Zeitreise ins bäuerliche Westfalen.

Zutaten (4 Personen)

  • 250 g Buchweizenmehl (oder Buchweizengrieß)
  • 750 ml kräftige Fleischbühe
  • 300 g Blutwurst (Westfälische Rotwurst), in Stücke geschnitten
  • 200 g durchwachsener Speck, gewürfelt
  • 2 große Zwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 2 EL Schmalz oder Butter
  • Salz, Pfeffer, Piment (Nelkenpfeffer)
  • 1 Prise Majoran

Zubereitung

  1. Buchweizenbrei kochen: Die Fleischbrühe zum Kochen bringen. Das Buchweizenmehl unter ständigem Rühren langsam einrieseln lassen. Bei niedriger Hitze ca. 15 Minuten unter Rühren köcheln, bis ein dicker, glatter Brei entsteht.
  2. Speck auslassen: In einer Pfanne die Speckwürfel bei mittlerer Hitze knusprig ausbraten. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  3. Zwiebeln und Wurst braten: Im Speckfett die Zwiebelringe goldbraun rösten. Die Blutwurst-Stücke hinzufügen und 3–4 Minuten mitbraten, bis sie außen leicht knusprig sind.
  4. Würzen: Den Buchweizenbrei mit Salz, Pfeffer, Piment und Majoran abschmecken.
  5. Anrichten: Den Brei auf tiefe Teller verteilen, die Blutwurst und Röstzwiebeln darauf anrichten und mit den Speckgrieben bestreuen.

Westfälischer Tipp: Wer es milder mag, nimmt statt Blutwurst eine geräucherte Mettwurst – auch das ist in der Region durchaus üblich.

3. Möhren-Untereinander – Stampf mit knuspriger Mettende

Untereinander – so heißt im Rheinland und in Westfalen ein Gericht, bei dem Gemüse und Kartoffeln zusammen gestampft werden. Das Möhren-Untereinander ist die beliebteste Variante im Raum Unna und Dortmund: süßliche Möhren treffen auf buttrige Kartoffeln, dazu knusprig gebratene Mettenden – ein Essen, das nach Zuhause schmeckt. Auf Dortmunder Kohle-Deutsch: „Dat is’ richtig wat Feinet!“

Zutaten (4 Personen)

  • 800 g Möhren, geschält und in Stücke geschnitten
  • 600 g mehligkochende Kartoffeln, geschält und gewürfelt
  • 4 Mettenden (geräucherte Mettwurst)
  • 1 große Zwiebel, fein gewürfelt
  • 50 g Butter
  • 100 ml Milch, warm
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 1 Bund Petersilie, gehackt

Zubereitung

  1. Gemüse kochen: Kartoffeln und Möhren zusammen in Salzwasser ca. 20 Minuten weich kochen.
  2. Mettenden braten: Währenddessen die Mettenden in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze rundum ca. 10 Minuten knusprig braten. Die Haut soll aufplatzen und kross werden.
  3. Zwiebeln dünsten: Die Zwiebelwürfel in 1 EL Butter glasig dünsten.
  4. Stampfen: Kartoffeln und Möhren abgießen, die restliche Butter und warme Milch hinzufügen. Mit dem Kartoffelstampfer grob zerdrücken – nicht pürieren! Das Untereinander soll Stückchen haben. Die gedünsteten Zwiebeln unterheben.
  5. Würzen: Kräftig mit Salz, Pfeffer und einer guten Prise Muskat abschmecken. Mit gehackter Petersilie bestreuen.
  6. Servieren: Den Stampf auf Teller verteilen und die knusprigen Mettenden darauf anrichten. Dazu passt ein guter Senf.

Ruhrpott-Tipp: Im Herbst können Sie statt Möhren auch Steckrüben verwenden – das „Steckrüben-Untereinander“ ist die winterliche Variante und mindestens genauso beliebt.

Westfälisch kochen lernen in Unna

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