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Plank Grilling: Der heißeste Genusstrend des Sommers

Dieser Sommer ist endlich heiß und das bleibt auch so! Ob die Sonne weiterhin brennt, oder nicht – Würstchen liegen von April bis Oktober garantiert auf glühenden Kohlen. Wurde unter Grillmeistern gerade noch diskutiert, ob sie ihr Grillgut lieber auf Gas- oder Kohlegrills betten, gibt es dieses Jahr noch ganz andere Optionen: Brett oder Rost – das ist hier die Frage! Denn Garnelen, Lachs, Hähnchen oder Gemüse ruhen jetzt gerne mal sanft auf einem Holzbrett über dem Feuer. Diese Art des archaischen Garens heißt Plank Grilling und wer es ausprobiert hat, will es nicht mehr missen.

Echte Grill-Gourmets und alle, denen der Sinn nach etwas anderem als Bratwürstchen und Koteletts steht, werden die amerikanische Grillmethode lieben. Besonders zartes Fleisch wie Geflügel oder Rinderfilet und natürlich Fisch und Meeresfrüchte, die weniger Hitze vertragen, gelingen mit dem behutsameren Grillen auf Holz hervorragend. Vorreiter im Brettgrillen sind natürlich die Meister am Rost: die Amerikaner. Mach es Ihnen nach und veredele Fisch, Fleisch oder Gemüse jetzt mit einem feinen Zedernholzaroma. Wir verraten dir, wie es richtig geht!

Plank Grilling – so wird’s gemacht

1. Schritt: Die Grillplanke wässern

Grillplanke aus Zedernholz

Zum Plank Grilling brauchst du neben einem Grill und dem üblichen Equipment natürlich ein unbehandeltes Holzbrett – die sogenannte Grillplanke. Die einstigen Erfinder, die Apachen, griffen zu Rotzedernholz. Eine sehr gute Wahl, die wir besonders Einsteigern für den originalen Plank Grilling-Geschmack empfehlen. Du kannst aber auch Obsthölzer wie Ahorn, Weißeiche oder Hickory verwenden. Damit das Holz nicht verbrennt und seine Aromastoffe langsam abgibt,  weichst du die Grillplanke  mindestens eine Stunde in Wasser ein.

♥ Tipp : Experimentierfreudige können für ein besonderes Flavour auch Whisky oder Fruchtsäfte zum Wasser geben. Je geringer die Einweichzeit, umso rauchiger schmeckt dein Grillgut später. Wer auf Nummer sicher gehen will und Flammen komplett vermeiden oder ein weicheres Holz als Zedernholz verwenden möchte, sollte das Grillbrett besser über Nacht ins Wasser legen. Eine Sprühflasche mit Wasser neben dem Grill schadet nicht. So kannst du die Ränder des Brettes immer mal wieder befeuchten und das Anbrennen dadurch eindämmen.

2. Schritt: Grillgut vorbereiten und ab aufs Brett damit

Grillgut marinieren: Fisch, Meeresfrüchte und Gemüse gelingen fantastisch, wenn du sie vorher marinierst. Dabei kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen und die Öl-Mixtur mit Kräutern und Gewürzen pimpen, was das Zeug hält oder ganz simpel halten, um den Eigengeschmack des Produkts nicht zu übertünchen und dem Zedernholzaroma gebührend Raum zu lassen.

Sobald die Kohlen glühen, kann es losgehen. Gasgrills sind übrigens genauso gut geeignet wie Kohlegrills. Wenn dein Grill ca. 200 °C erreicht hat, legst du die gewässerte Grillplanke mit der rauen Seite nach unten auf den heißen Rost. Ein Kugelgrill mit Deckel ist fürs Plank Grilling perfekt.

♥ Tipp : Wer keinen Kugelgrill besitzt, kann aber auch ein bisschen Alufolie über die Speisen legen, um die indirekte Hitze zu erzeugen.

Warte einige Minuten, bis das Brett ein bisschen knackt. Das ist das Zeichen, dass das Holz optimal vorgeheizt ist. Durch die Hitze ist es jetzt auch steril und du kannst es ganz nach deinem Gusto bestücken. Vorher empfiehlt es sich noch, das Brett mit ein wenig Oliven- oder anderem Pflanzenöl einzupinseln. Dann können Fisch, Fleisch oder Gemüse aufgelegt und bis zum gewünschten Garpunkt gegrillt werden.

3. Schritt: Geduld und indirekte Hitze

Plank Grilling auf der Grillplanke aus Zedernholz

Grilldauer: Je nachdem, was auf du auf dein Brett legst, dauert es es zwischen 5 und 25 Minuten, bis das gute Stück fertig ist. Abhängig ist die Garzeit von der Stärke des Grillguts, je dünner und zarter, umso schneller ist es perfekt. Kleiner Tipp: Geduld beweisen! Deckel und Folie sollten zwischendurch nicht so oft gelüftet werden. Denn dadurch entweicht wertvolle Hitze und die Garzeit verlängert sich um einiges.

♥ Tipp : Gemüse lässt sich ganz hervorragend auf der heißen Holzplanke zubereiten. Kartoffeln, Rüben oder Wurzelgemüse, also alle festen Gemüsesorten, solltest du im heißen Wasser ein bisschen vorgaren. Es empfiehlt sich größere Exemplare zu halbieren und in Spalten zu schneiden. Auberginen, Zucchini und Co kannst du prima in Scheiben auf dem Holz platzieren. Wichtig ist, das Gemüse gut einzuölen, damit es nicht trocken wird oder verbrennt. Gewürzt wird immer erst zum Schluss.

4. Schritt: Genießen! Und reinigen!

Na?! Lust auf das neue Grill-Erlebnis? Dann nichts wie ran ans Brett. Zartes bleibt herrlich saftig und das Raucharoma ist eine Wucht.

♥ Tipp : Besonders hübsch ist es, die fertigen Köstlichkeiten rustikal auf der Grillplanke anzurichten. Aber Vorsicht: immer auf eine feuerfeste Unterlage parat stellen. Die Platte wird sehr heiß! Natürlich lässt sich die Grillplanke auch wiederverwenden.

Die Reinigung ist zum Glück simpel. Die gut abgekühlte Planke einfach mit heißem Wasser und einer Bürste von beiden Seiten reinigen und bei Zimmertemperatur gut trocknen lassen. Auf keinen Fall solltest du Spülmittel verwenden. Das könnte den Geschmack bei der nächsten Grill-Session beeinträchtigen. Und die Spülmaschine ist für die Grillbretter natürlich auch tabu!

♥ Tipp ♥: Natürlich kannst du auch Würstchen auf der Zedernholzplanke garen. Das hat allerdings keinen großen Effekt – beziehungsweise vermissen Wurstliebhaber hier wahrscheinlich schon die gewohnten Röstaromen vom Rost. Aber alles, was von Natur aus zart ist, bleibt es dank Plank Grilling auch und gewinnt geschmacklich enorm durch das feine Holzaroma. Probiert es aus!

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