089 - 215 52 20 40
Stadt wählen

So is(s)t 2017: noch mehr spannende Food-Trends

Zurück blicken? Nicht mit uns  – wir schauen weiterhin nach vorn und haben noch eine Handvoll Food-Trends für 2017 im Gepäck. Mode hin oder her! In Sachen Ernährung, Genuss, Verarbeitung und Zubereitung passiert auf dem Weltfoodmarkt viel Gutes. Und so gegensätzlich mancher Trend zum anderen wirken mag. Wer genau hinsieht, merkt, alles greift ineinander: Qualität, Geschmack, Gesundheit, gute Bedingungen für Mensch, Tier und Umwelt, Traditionen modern interpretiert, Upcycling (Im Sinne von: nichts verkommen lassen) und viel Abwechslung auf dem Teller – das sagt unsere Glaskugel für das noch frische Genuss-Jahr voraus. Besser geht es doch gar nicht!

1. Konservativ schmeckt gut: Fermentation ist todschick!

Kimchi - Koreas Nationalgericht

Ja, dieser Trend zeichnete sich tatsächlich in den letzten Jahren schon deutlich ab und wird in der Food-Szene noch intensiver gepflegt. Wir wollen, gesund, nachhaltig, ohne Konservierungsstoffe, am liebsten selbst Gemachtes und selbst Angebautes essen. Mit dem Hype ums Einwecken begann die alte Lust am Haltbarmachen. Jetzt haben Ernährungsbewusste noch etwas Besseres oder zumindest eine vortreffliche Ergänzung dazu entdeckt. Die Fermentation: Sauerkraut, Rettich, Rote Bete, Kohl oder Karotten alles, was geht, wird sauer eingelegt. Ein großes Geschmacksvorbild dabei ist das koreanische Nationalgericht Kimchi. Es gibt viele Varianten, aber Grundlage ist meist Chinakohl, der mit Salz eingelegt, dann gewaschen und mit einer Paste aus Knoblauch, Zwiebel, Gewürzen und sehr viel Chili vermengt und dunkel eingelagert wird. Bei der Lagerung beginnt Kimchi zu gären, erhält seinen typischen Geschmack und säuert im Laufe der Zeit nach. Ohne dieses eingelegte Gemüse wäre die Küche Koreas nicht denkbar. Natürlich lässt sich die Methode in Rezeptur und Zutaten abwandeln und immer wieder neu erfinden. Von uns gibt es jetzt schon mal ein Hoch auf die Fermentation: die Lebensmittel sind nicht nur länger haltbar, sondern auch gesünder, weil sie sehr gut verdaulich sind. Durch den Gärungsprozess werden probiotische Prozesse freigesetzt, die unserer Darmflora gut tun. Ganz zu schweigen, von der großartigen Aromenvielfalt, die sich beim Fermentieren entfaltet. Diese natürliche und ursprüngliche Methode, die völlig ohne Konservierungsstoffe und sonstige künstliche Zusätze auskommt, passt wirklich wie die Faust aufs Auge in unsere Zeit und erfüllt die Ansprüche, die wir heute an Essen haben.

2. Basilikum war gestern: Pesti werden heute neu abgemischt

Food Trends 2017 – neues Pesto - Entdeckermagazin Miomente

Nichts gegen die weltbekannte Kombi aus Basilikum, Pinienkernen, Olivenöl und Parmesan, aber in Sachen Pesto werden Foodentwickler, Hobby- und Sterneköche immer kreativer. Pesti sind jetzt nicht nur rosso oder verde, sondern kommen im Asia-Style, urdeutsch oder orientalisch daher. Mit Kichererbsen mit Hummus-Touch, mit Wasabi und Mandeln, Tomaten und Speck, Koriander und Kernen, Rote-Bete und Feta – ins Glas kommt, was gefällt und in den Kontext passt. Wir finden die aromatische Paste in ganz neuer Begleitung sensationell. Denn die neuen Pesti passen nicht nur zu mediterranen Gerichten, sondern auch auf gegrillte Sandwiches, Steaks, zu Wild, Couscous, neuen Hot-Dog-Kreationen und verfeinern das Salatdressing oder brillieren als Suppen-Topping. Am besten selbst mörsern und cremig rühren. Ein frisch gemachtes Pesto überzeugt durch ein volles Aroma.

3. Gimbab – das neue Sushi

Food Trends 2017 – Gimbab - koreanisches Sushi - Entdeckermagazin Miomente

Reisrolle mit gegartem Fleisch, Gemüse oder Ei. Die Sushi-Familie hat Zuwachs bekommen: Gimbab! Unsere kulinarische Neuentdeckung kommt aus Korea. Das wundert uns dieses Jahr überhaupt nicht, denn die würzige, gesunde Comfort-Küche Ostasiens erobert gerade die Gaumen Europas. Ganz unterschiedliche gekochte oder gebratene Zutaten werden beim koreanischen Sushi mit gegartem Reis in getrocknetem Seetang eingerollt. Sieht aus wie Sushi, schmeckt aber deutlich anders. Beliebt sind Varianten mit hauchdünn geschnittenem, kräftig marinierten Fleisch (Bulgogi), Rettich, Klettenwurzel und Omelette. Aber auch fleischlose Füllungen mit Spinat, Thunfisch, Krebsfleisch, Fischeiern oder Käse sind gängig. Dazu essen Koreaner gerne Kimchi und einen Dip aus Sojasoße, Chilipaste und Sesamöl. 

4. Moderner Fleischersatz. Vegetarische-Ersatzprodukte sind täuschend echt!

Food Trends 2017 - Alternativprodukte - Entdeckermagazin Miomente

Tofu und Sojabohnen bekommen endlich Konkurrenz. In der Entwicklung vegetarischer und veganer Ersatzprodukte legen Food-Experten noch eine Schippe drauf und werden kreativer denn je. Wer meint, mit vegetarischer Grillwurst und veganer Salami sei das Kontingent bereits erschöpft, gerät 2017 ins Staunen. Food-Entwickler bringen immer mehr Produkte auf den Markt, die Fleisch, Fisch, Käse, Eiern und Milchprodukten nicht nur zum Verwechseln ähnlich sehen, sondern auch in Konsistenz und Geschmack kaum von tierischen Produkten zu unterscheiden sind. Auf der Suche nach Alternativen setzt die Lebensmittelindustrie auf Pilze, Linsen, Erbsen oder Kichererbsen. Es gibt köstliche Schnitzel auf Pilzbasis, Schweinebraten aus Weizen oder Frikadellen aus Linsen. Das Spannende, wenn auch nicht ganz Neue: nicht nur Vegetarier interessieren sich für die leckeren Neuheiten, sondern auch Köche und Genießer, die gerne auch Steak, Gelee oder Sauerrahm in Topf und Pfanne geben, greifen auf die Alternativprodukte zurück. Sie sind für aufgeschlossene Genießer einfach eine willkommene Erweiterung des Genusshorizonts.

5. Popcorn erobert 2017 die Snack-Bar!

Food Trends 2017 - special Popcorn - Entdeckermagazin Miomente

Für gepufften Mais heißt es jetzt: raus aus dem Kinosessel. Popcorn wird nicht mehr nur im dunklen Kinosaal zum spannenden Film geknabbert, sondern mausert sich zum absoluten Snack-Produkt Nummer 1. Vor allem Frauen entdecken den Knabberspaß für sich, da die süße oder salzige Sünde so schön kalorienarm sein kann. Ohne Butter und Zucker zubereitet, haben 50 g Popcorn gerade mal 170 Kalorien. Wer keine Kalorien zählen möchte, kann aber auch hervorragende Geschmackswunder wie Popcorn mit Parmesan-Trüffel, würzigem Käse, süßem Ahornsirup, Salbei-Salz oder Karamell-Schokolade probieren. Denn genau das ist gerade wahnsinnig trendy: Popcorn mit deftigen, salzig-süßen oder cremigen und damit eher ungewöhnlichen Rezepturen. Es gibt einfach noch so viel mehr Aromen als süß oder salzig – darauf hätte man aber wirklich schon früher kommen können!

Menü