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Eingelegten Ingwer (Gari) selber machen – Rezept

Was ist Gari?

Eingelegter Ingwer, japanisch “Gari“, ist – neben Sojasauce und Wasabi – eine der drei essentiellen Beilagen von Sushi. Die hauchdünnen, süß-sauer-scharfen eingelegten Ingwerscheiben werden allerdings nicht zusammen mit dem Sushi gegessen, sondern zwischen den einzelnen Stücken. (Hier geht`s zu unserem Japan-Knigge)

Wirkung:

Der eingelegte Ingwer hat dabei eine klärende Wirkung und soll den Geschmack im Mund wieder neutralisieren. Denn im Vordergrund bei Sushi steht schließlich der delikate Fisch selbst – der nicht durch den intensiven Geschmack des Ingwers übertönt werden soll. Neben seinen kulinarischen Eigenschaften trägt Ingwer außerdem zu einer besseren Verdauung bei und hilft gegen Übelkeit.

Arten:

Gari gibt es in rosa und gelblich-weiß. Die zartrosa Färbung wird dabei lediglich durch Farbstoffe (wie z.B. Rote Beete Saft, die Zugabe von Grenadine-Sirup oder eine Essenz aus Perilla-Blättern) erzielt. Geschmacklich macht das jedoch keinen Unterschied.

Wozu passt er:

Neben Sushi passt eingelegter Inwer er auch ganz hervorragend in Poke Bowls oder zu Lachs- und Thunfisch-Tartar.

Wie lange hält er:

Der fertig eingelegte Ingwer ist bereits nach einem Tag reif für den Genuss und hält im Einweckglas im Kühlschrank ca. ein halbes Jahr.

In diesem Rezept verraten wir euch, wie ihr Ingwer ganz einfach selber einlegen könnt – Schritt für Schritt.

Ingwer selber einlegen – das braucht ihr

Die Utensilien für eingelegten Ingwer sind denkbar einfach: Ihr braucht

  1. einen kleinen Topf
  2. einen Hobel (am besten funktioniert ein Trüffelhobel) oder ein scharfes Messer
  3. einen Schäler oder einen kleinen Löffel
  4. ein Einweckglas (Mehr über richtiges Einwecken lest ihr hier)

Rezept für eingelegten Ingwer (Gari)

Zutaten für Gari:

  • 4 große Stück Ingwer
  • ½ Liter Reisessig (Mirin)
  • 250 Gramm Zucker
  • Salz
  • Optional: Zum Färben 1 EL Grenadine-Sirup oder Rote Beete Saft (oder Lebensmittelfarbe)
  1. Ingwer mit dem Sparschäler oder Teelöffel gut schälen.
  2. Dann längst mit der Faser in ganz feine, längliche Scheiben schneiden – am besten mit einem Trüffelhobel. (Die Scheiben sollten wirklich einmilimeterdünn sein).
  3. Die Ingwerscheiben in eine Schüssel geben, mit 1 EL Salz gut vermengen und eine Stunde stehen lassen, damit der Ingwer wässern kann – das macht die Scheiben geschmeidiger und weicher. Dann gut ausdrücken.
  4. Nun die Ingwerscheiben in ein gut ausgekochtes, sauberes Einweckglas geben.
  5. Reisessig und Zucker verrühren und in einem kleinen Topf einmal wallend aufkochen (Für die rosa Variante 1 EL Rote Beete-Saft zum Essiggemisch geben).
  6. Nun zum Ingwer in das Einweckglas füllen und verschließen. 1 Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. (Länger ist besser). Fertig.

In sehr guten Sushi-Restaurants bekommt man übrigens häufig nicht alle 3 Beilagen zum Sushi, sondern nur eingelegten Ingwer. Der Sushi-Chef selbst verhindert so die Überdosierung von Wasabi und streicht die scharfe Paste bereits selbst in der richtigen Menge auf das Noriblatt. Auch Sojasauce gibt es nicht zu allen Sushisorten, da immer der Geschmack des erlesenen Fisches die Hauptrolle spielen soll. Mehr über Sushi und seine Zutaten erfahrt ihr hier.

Ingwer für Sushi
Je dünner, desto besser:
Ingwer in ganz feine Scheiben hobeln
Ingwer selber einlegen
Süß, sauer, scharf
Frisch eingelegter Gari hält bis zu 6 Monate

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