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Veganes Herzblut: Koch Surdham Göb aus München

Vegane Kochkurse bei Surdham Göb in Surdhams Kitchen in München | Miomente Entdeckermagazin
Vegane Kochkurse bei Surdham Göb in Surdhams Kitchen in München | Miomente Entdeckermagazin

“Ich liebe die vegane Küche für ihre Vielfalt, die anfänglich erscheinende Entsagung entpuppt sich bald als riesen Geschenk. So viele schöne Sachen, die man noch nie vorher schmecken durfte, einfach weil man sie nicht kannte. Meine Küche ist eine Reise, der Osten trifft auf den Westen und auf dem Teller trifft sich die ganze Welt.” (Surdham Göb)

Steckbrief

Name: Surdham Göb

Beruf: Ich bin Inhaber der Kochschule & Eventlocation “Surdhams Kitchen” in München und veganer Koch aus Leidenschaft

Bist du selbst Veganer? Wenn ja, warum?

“Ja bin ich, auch wenn es sich anhört als wäre ich Alkoholiker! Es ging los mit der ganz natürlichen Tierliebe in jungen Jahren (ich war 13). Mittlerweile kann ich mir einfach nicht mehr vorstellen, was an Fleisch und Co. appetitlich sein soll. Ich bin aber sehr offen: jeder soll essen, was er mag und was ihm gut tut.

Warum? Es gibt viele Gründe, die von Veganern gerne genannt werden: Vegan Leben ist besser für den Naturschutz, hilft gegen das Leid der Tiere, gegen die Massenproduktion von Lebewesen, die Wasserverschmutzung u.v.m! Doch das bringt alles nichts, wenn es nicht besser schmeckt und sich besser anfühlt im Körper als normale Ernährung. Und das ist es für mich. Veganes Essen ist einfach besser, schmeckt besser, sieht besser aus, ist frisch und lebendig. Die Küche ist schneller geputzt, der Einkauf ist billiger, Nachtisch kann in doppelten Portionen gegessen werden, da die Kalorien einfacher verdaut werden.

Ich bringe den Menschen kochen bei. Dass es vegan ist, ist dabei fast Nebensache.”

Vegane Kochkurse bei Surdham Göb in Surdhams Kitchen in München | Miomente Entdeckermagazin
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Vegane Kochkurse bei Surdham Göb in Surdhams Kitchen in München | Miomente Entdeckermagazin

10 Fragen an Surdham

1. Seit wann beschäftigst du dich mit veganer Ernährung? Seit ca. 1989

2. Was ist dein Lieblingsgericht heute? Grüne Ravioli mit Steinpilz-Macadamia-Spinat-Füllung, Pinienkernbutter und frischem Trüffel. Zuhause Pasta 😉

3. Was schmeckt dir gar nicht? Ich mag keinen Fisch, und “Meeresboden-Krabbler”. Keine Butter auf dem Brot. Kann aber beides zubereiten 😉

4. Dein schlimmstes Desaster in der Küche? Ich hatte Moby mit seinem Gefolge zur Zerwirk Restaurant Eröffnung als Gast (60 Personen) und die Stadtwerke hatten nicht nur das Gas abgestellt, sondern die ganze Leitung gekappt, da sie so lange still lag. So haben wir ein 4 Gänge Menü auf einem Gashockerkocher für 60 Personen kochen und ausgeben müssen 😉

5. Und dein größter Erfolg? Das meine Frau “Ja” zu meinem Heiratsantrag gesagt hat! Meine Tochter und vegane Mousse au Chocolat.

6. Was ist dein heimliches Genuss-Laster? Ehrlich gesagt, das Rauchen. Wobei ich es nicht so sehe wie der Rest der Welt, sonst würde ich sicher nicht mehr rauchen.

7. Was ist die größte Sünde beim Kochen? Braune Haufen. So zu kochen, das ein Löffel zum Essen reicht. Sprich, alles klein schneiden, zu lange kochen und so viele Trockengewürze und Sojasauce drauf geben, das es zwar schmeckt, aber einfach nicht appetitlich aussieht.

8. Dein Tipp an alle Hobbyköche: Mit welchem Trick oder Küchen-Know-How beeindrucke ich jeden? Schneidetechnik: wie benutze ich ein Messer, und was man mit einem Messer alles machen kann. Ingwer mit einem kleinen Löffel schälen, anstatt einem Messer. Den Menschen umrühren beibringen, den richtigen Stand am Herd. Es sind die einfachen Sachen, die in Erinnerung bleiben.

9.  Food-Trends: Welcher aktuelle Hype in den Küchen und Weinläden dieser Welt ist in euren Augen totaler Quatsch? Regional und Saisonal während man gleichzeitig mit einem Espresso und einem Schokoladenriegel in der Hand sich darüber unterhält. Ich finde die Idee gut, die Sachen in großen Mengen zu sich zu nehmen, die eine kurze Reise haben und reif sind. Leider ist das Etikett regional und saisonal hierzulande sehr schwer zu durchschauen. Der Ansatz ist gut. Aber selbst die Tiere essen eingeschifftes Kraftfutter, auch wenn sie hier gezüchtet werden. Es wäre effizienter, billiger, schneller und umwelttechnisch sauberer, das Fleisch direkt im Futterland zu schlachten und hierher zu transportieren. Trotzdem: ein guter Ansatz und ein Weg der gegangen werden soll.

10. Wenn du nicht Koch wärst, wärst du jetzt … Pro-Surfer oder Snowboarder oder Musiker oder einfach Hippie, der durch die Welt reist!

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